Wann ist ein Mann ein Mann (Männer in der Krise?)

Wann ist ein Mann ein Mann (Männer in der Krise?)

Maximilian Pütz

Hand aufs Herz.

Die heutige Situation zwischen den Geschlechtern ist nicht gerade die beste. Viele Männer haben Probleme damit Frauen kennen zulernen und gleichzeitig versuchen alle Frauen verzweifelt einen richtigen Mann zu finden und beschweren sich über mangelnde Männlichkeit. Wie kann das sein?

Problematik: Erziehung

Die meisten Männer werden größtenteils von Alleinerziehenden Müttern erzogen. Dazu kommen noch Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen, wodurch die weiblichen Werte ihnen schon von vornherein aufgezwungen werden und ihre Männlichkeit nicht aufgebaut wird. Rangeleien auf Spielplätzen werden als schlecht bewertet und das weibliche Verhalten wird verstärkt. Männliche Vorbilder fehlen meistens fast ganz und wenn es Männer in ihrem Leben gibt, sind diese meistens auch keine „Richtigen Männer“ und können oder wollen mit den wilden Jungs nicht umgehen.

Folgen für die eigene „Männlichkeit“

Heutzutage haben wir immer mehr verunsicherte Männer ohne ein richtiges Lebensziel. Die Emanzipation der Frauen trägt natürlich ihren Teil dazu bei. Es gibt sehr viele „Verwirrungen“ zwischen den Geschlechtern. Sehr viele Frauen sind zwar berufstätig und führen ihr eigenes Leben, wünschen sich aber an ihrer Seite trotz Tausender widersprüchlicher Berichte in der Mainstream-presse den Alpha Mann an ihrer Seite, der vor Männlichkeit nur so strotzt.

In einer Focus Umfrage konnte man schockierend nachlesen, dass 93% aller deutschen Frauen gesagt haben sie würden nur einen Mann heiraten, der einen „besseren“ Beruf hat als sie (mehr als sie verdient).

Auch was die Kennlern-Phase angeht verhalten sich Frauen noch genauso passiv wie ihre „Großmütter“. Sie erwarten angesprochen zu werden. Sie wollen, dass der Mann sie nach einer Telefonnummer fragt. Sie wollen, dass der Mann sie küsst usw…
Kurzum: Sie wollen sich als Frau fühlen und sie fühlen sich als Frau wenn sie die Männlichkeit eines Mannes spüren.

Selbst auf „Tinder“ erwarten sie, dass Du zuerst schreibst =) Wie emanzipiert!

Das sagt aber heutzutage keiner den jungen Männern. Im Gegenteil: Der junge Mann wächst heute in dem Irrglauben auf, Frauen und Männer wären nicht nur gleichberechtigt, sondern auch gleich.

Noch dazu werden Männlichkeit und männliche Ideale wie Durchsetzungsvermögen, Führungsqualitäten, Risikoverhalten und positiver Kampf im Allgemeinen und Männer im speziellen immer wieder von den Medien „abgewertet“.

Ich kann die Werbungen und Filme in denen Männer als liebevolle Trottel dargestellt werden, die nur von ihren schlaueren Frauen erleuchtet werden müssen, gar nicht mehr zählen.

In England gibt es z.B. eine ganze Reihe von TV-Anzeigen, die ihr Produkt mit der Werbebotschaft  „So einfach – selbst ein Mann kriegt das hin“ bewerben.

Du kannst Dir den Aufschrei vorstellen, wenn man eine Autowerbung mit gleichem Inhalt machen würde.

Das traurige Ergebnis sind unsichere Männer, die nicht wissen, was sie von sich und ihrem Leben eigentlich wollen. Die den Zugang zu ihrer eigenen Männlichkeit längst verloren haben oder nie hatten. Männer, die ihre Seele für eine schöne Frau verkaufen und all ihre Ideale dahinwerfen, um sich dann von einer Frau herumkommandieren zu lassen.

Auch scheint es so, als haben die Frauen den menschlichen Respekt vor Männern verloren und würden sie nicht mehr ernst nehmen. Abfällige Blicke und Kommentare sind zum Beziehungsalltag geworden. Sie sind so „hip“, dass sie in jeder Hollywood Romantic Comedy mindestens einmal vorkommen müssen.

Frauen neigen heutzutage an einer fast neurotischen Selbstüberschätzung wohingegen Männer sich maßlos unterschätzen. Viele Männer kapitulieren ganz und gehen ihren eigenen Weg. Wer sich mehr dafür interessiert der google einmal „MGTOW“ oder „Sexodus“. Dort kriegst Du schon mal einen kleinen Vorgeschmack wohin die Reise in unserer Gesellschaft geht, wenn sich nicht bald was ändert.
Die Abwertung von Männlichkeit und männlichen Werten und Stärken ist in vollem Gange.

Traurigerweise sind wir alle so hirngewaschen, dass selbst Männer den Quatsch mit den Frauen, die in allem besser sind, glauben und verteidigen, obwohl es dafür nicht eine vernünftige Grundlage gibt.

„Alpha Mann“ vs. integrierter Mann

Mittlerweile gibt es Gottseidank einige Gegenbewegungen für Männer, die mehr oder weniger den Männern helfen aufzuwachen.

In der Pickup Community sprach man damals viel vom sogenannten „Alpha Mann“. Er ist eine Mischung aus James Bond und Arnold Schwarzenegger, er lächelt wenig, er ist ein bisschen arrogant und cool. Der Alpha Mann hat wenig Interesse an den Gefühlen der Frauen, er hat viele One-Night-Stands, demonstriert seine Männlichkeit wann immer es geht und er weicht anderen Männern nicht aus dem Weg. Aus Prinzip.

Klingt nicht gerade verlockend, oder?
Der Alpha-Kack macht auch keinen Spaß, denn Alpha bedeutet cool und taff zu sein, nicht lachen, immer den höheren Status zu haben- jedes Wort der Frau als Shittest ansehen usw…

Das ist vielleicht ne gute Formel wenn Du ein Kampfroboter werden willst, aber nicht wenn Du ein glückliches Leben führen willst

Alpha zu sein bedeutet für mich ein integrierter Mann zu sein.

Der integrierte Mann hat sein Leben im Griff, er hat eine Mission im Leben, er weiß was er im Leben will, er ist sich seiner Sexualität und Männlichkeit bewusst und schämt sich nicht für sie.
Er lässt sich weder von Frauen noch von Männern, oder Gesellschaft vorschreiben, wie er sich als Mann zu fühlen und zu Verhalten hat.
Er hört auf seine innere Stimme und seinen eigenen moralischen Kompass.

Grenzen eines Mannes

Der integrierte Mann muss vor allem lernen der weiblichen „Veränderitis“ zu widerstehen und klare Grenzen zu haben. Ich rede hier nicht davon, dass man in einer Beziehung auch Kompromisse eingehen sollte. Das ist vollkommen klar. Aber Du kennst das sicherlich auch aus deinem eigenen Freundeskreis. Ein Mann hat auf einmal eine Freundin und nach kurzer Zeit ist von deinem ehemaligen coolen Kumpel nicht mehr viel übrig und du siehst ihn nur noch selten bis nie.
Was dein Kumpel meist nicht weiß: Er büßt auch in den Augen seiner neuen Flamme an Männlichkeit ein.

Viele Männer haben eine seltsame Krankheit, dass sie zwar ihre persönlichen Grenzen haben, diese aber bei Frauen komischerweise schnell vergessen.

Ein ganz einfacher Selbsttest wie ich mich im Umgang mit Frauen verhalten sollte, ist sich immer selbst zu fragen: „Wie würde ich reagieren, wenn ein Mann mir das sagen würde, ein Mann dieses Verhalten mir gegenüber zeigen würde?“ und dementsprechend zu handeln.

Neben wir zum Beispiel das leidige Thema Getränke ausgeben.

Wenn mir früher eine Frau dreist ins Gesicht gesagt hat: „Gib mir doch mal einen aus“, dann habe ich meistens erwidert: „Ach so läuft das bei dir, ich soll also für die Unterhaltung mit dir bezahlen? Was kostet denn ein Blowjob? Dann hole ich gleich ne Flasche Vodka und wir überspringen den Smalltalk. Cool?“

Entweder waren sie dann extrem angepisst oder sie haben gelacht. Ich kann mit beiden Lösungen leben. Weil es für mich wichtiger ist zu meinen Werten und Idealen zu stehen, als eine Frau mit nach Haus zu nehmen. Das ist für mich wahre Männlichkeit.

Zusammengefasst:

Sei stolz ein Mann zu sein. Es gibt nichts für das Du Dich schämen musst. Guck Dich um. Alles um dich herum haben intelligente Männer für Dich erfunden. Für Deine Freiheit sind mutige Männer gestorben.
Männer sind die ersten, die sich für ihre Familie, ihr Land opfern währen die Frauen sich mit den Kindern unterm Bett verstecken.

Du kannst verdammt Stolz auf Dein Geschlecht sein. Lebe das und teile diese Wahrheit mit allen Männern und Frauen, die etwas gegenteiliges behaupten.

Lebe Deine Ideale und Werte und verrate sie für keinen einzigen Menschen- auch nicht für eine Frau.

Lass Dich in Beziehungen nicht verdrehen und manipulieren. Du hast vollkommen das Recht so zu sein, wie Du bist.

In diesem Sinne:

Stand tall. Stand proud. Be a Man.

Dein Maximilian
PS: Dieser Artikel ist Teil einer Blogparade an der verschiedene Blogger teilnehmen. Hier geht´s zur Blogparade (einfach klicken)
Hier findest du auch ein paar direkte Links zu Artikeln. Melanie greift zum Beispiel das Thema auf, wie man den Respekt seiner Partnerin behält und Tim behandelt das Thema Selbstwertgefühl stärken als Mann. Checkt es einfach mal aus:

Besonders empfehlenswert finde ich vor allem den Artikel „Vater sein – Mann bleiben“. Ein Thema, das noch immer nicht in den Medien diskutiert wird oder annähernd genug Aufmerksamkeit erhält. Der Artikel geht auch darauf ein, wie wichtig es ist als Mann authentisch zu bleiben, weiterhin seinen Hobbys nachzugehen und nicht nur noch und ausschließlich für Hausbau, Kindererziehung etc. da zu sein – zum eigenen Wohle und auch zum Wohle der Partnerschaft.

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11 comments

Antworten
Maximilian Pütz
21. Januar 2017 at 6:27

Sehr guter Artikel – in meinen Augen der beste Artikel dieser „Blogparade“.
Ich will nicht auf Pütz-Fanboy machen, aber es gibt einfach so wenig guten Content in deutschen Blogs zu diesem Thema. Es gibt auch fast keine guten Bücher auf deutsch hierzu.
Ich habe mir manche der anderen Blogs angeschaut. Viele verbreiten auch diese Blue Pill Messages wie „Zeige deine weibliche Seite. Sei weich und soft, das finden Frauen toll, bla bla“. Der schwache Beta Mann wird auch in vielen „Männer-Blogs“ kultiviert.

Ein Alpha ist für mich das Gegenteil vom Beta Mann, du nennst es „integrierter Mann“. Natürlich wird wohl keiner zum Rambo werden und komplett unsozial agieren und sich dann „Alpha“ nennen. Sowas gibt es in DE heutzutage sehr selten – vielleicht bei Deutsch-Türken, aber das wirkt bei denen auch meist aufgesetzt. Das Problem ist fast immer, dass die Männlichkeit fehlt und nicht die Weichheit. Denn wir werden in Richtung Weichheit erzogen. Männer sollen die neuen Frauen werden.
Auch MGTOWs sind, denke ich, selten zu männlich, eher zu weich. Sie haben dann einfach aufgegeben und verstecken sich jetzt vor Frauen. Nicht zu empfehlen.
Gut, dass wir in unseren Blogs die gleiche Message haben. Keep it up.

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Maximilian Pütz
Admin
21. Januar 2017 at 16:07

Danke Henry… An dem Begriff „Alpha“ ist nichts verkehrt- er wurde nur leider von der Pua Community etwas falsch und zu eindimensional verwendet- deswegen verwende ich diesen Begriff.

Wenn die Pickup Community jetzt schon durch diesen „feminisierten“ Quatsch durchwässtert wird- na dann gute Nacht. Du hast vollkommen recht. Ich treffe auch selten einen deutschen Mann wo ich mir denke der ist zu maskulin zu tough- eigentlich nie 🙂

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Maximilian Pütz
22. Januar 2017 at 4:28

Ich treffe oftmals in Deutschland arrogante oder unsoziale Männer, das ist jedoch etwas anderes als Männlichkeit, eher überspielte Unsicherheit. Die Stärke von der ich rede ist hauptsächlich mental. Dass man eben sein Leben nicht komplett für eine Frau opfert. Leider kenne ich diverse Männer, die ihr Leben durch Frauen komplett ruiniert haben weil sie sich sofort unterworfen haben – dank der feminisierten Blue Pill Konditionierung.

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Maximilian Pütz
Christian N.
27. Januar 2017 at 11:43

Genialer Artikel! Danke sehr! Es spricht mir aus der Seele.

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Maximilian Pütz
Thomas
27. Januar 2017 at 11:50

Klasse Artikel. Mir gefällt der integrierte Mann als Begriff gut im Gegensatz zum Alpha. Weil ich mich selbst damit auch schwer tue. So wie er in Lob des Sexismus dargestellt wird finde ich es auch zu krass, nicht realistisch und frustrierend. Leimbach hat tolle konkrete Punkte zum integrierten Mann in seinem Buch „Abentuer Männlicher Verführung“.
Maximilian deine Arbeit ist geil! Ich wünsch mir mehr Artikel aber vorallem Videos!

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Maximilian Pütz
Dominik
27. Januar 2017 at 13:48

Absolut genialer Artikel, danke dir für die Arbeit 🙂
Zu dem Thema kommt mir immer wieder ein Spruch in den Sinn : „Es ist ok ein Mann zu sein. Immer !“

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Maximilian Pütz
Nailits
27. Januar 2017 at 20:00

Toller Beitrag.
Wie ist das denn wenn die Partnerin mit dem Argument kommt: „Du bist in letzter Zeit immer nur auf dich und deine Projekte fokusiert und egoistisch“, weil
Ich mich stark auf meine Lebensmission konzentriere. Sie bringt oft mit ein dass es wichtig für die Beziehung und meine Leben/Gesundheit/Glück in Balance zu sein. Ich predige ja selbst dass Balance in allen Lebensbereichen das am schwierigsten zu erreichen ist. Weil zb viel arbeiten kann jeder. Aber Balance verhilft zum Glück. ODER, soll ich all ihr gelaber auf Ihr Bedürfnis nach mehr aufmerksamkeit und einen höheren Status in meinen Lebensprioritäten deuten, den es zwar als Wunsch zu akzeptieren gilt aber nicht unbedingt zu erfüllen? Denn eine Frau soll ja demnach am glücklichsten in einer Beziehung sein, wenn sie das zweitwichtigste im Leben des Mannes ist, nach seiner Lebensmission… Was denkt ihr?

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