Was tun, wenn in der Partnerschaft die Anziehung verloren geht?

Wenn die Anziehung verlogen geht
Maximilian Pütz

Die Liebe ist kein festes und beständiges Gefühl. Sie wandelt sich mit der Zeit. Am intensivsten empfinden wir sie am Anfang einer Beziehung, in der Verliebtheitsphase. Wir sind dann glücklich, ausgeglichen, lassen uns durch nichts aus der Ruhe bringen, sehen die Welt durch die rosarote Brille. Doch wer sagt, dass die Sicht durch diese Brille unrealistisch ist? Meiner Überzeugung nach werden uns gerade in der Verliebtheitsphase die Augen geöffnet. Und deswegen ist es in einer Langzeitpartnerschaft wichtig, sich in diesen Zustand der Verliebtheit wieder zu versetzen, um die Anziehung wieder herzustellen.

Mein Einstieg in das Thema Beziehung

 

 

Einige von euch haben sie mitbekommen – mein 5 Lives,  die ich (diese/ vergangene) Woche mit euch auf meiner Facebook-Seite hatte. Mit diesen Gesprächen bin ich in das wichtige Thema Beziehung eingestiegen. So wie ich mich damals in das Thema Pickup eingearbeitet habe und zum Beispiel auch mit dem Buch „Der perfekte Eroberer“ die Verführung in Deutschland revolutioniert habe,  so plane ich es auch jetzt mit dem Thema Beziehung.

 

„Mein Anspruch ist nicht, die Beziehung zu verbessern, sondern komplett zu revolutionieren“

 

In diesem Beitrag lasse ich den zweiten Live-Stream aus der Serie der 5 Lives Revue passieren. Wer dabei war, kann sich den Content hier nochmal in Erinnerung bringen. Wer die Session verpasst hat, kann hier nachlesen, worum es ging.

 

Das Thema: Was machen, wenn in der Partnerschaft die Verliebtheit und die Anziehung verloren gehen?

Natürlich könnt ihr auch hier im Blog euren Input dazu geben und unten eure Kommentare hinterlassen.

Bei diesem Thema gehe ich bewusst nicht den klassischen Pickup-Weg mit Tipps wie „Mache einen Freeze out“ oder „Stelle die Freundin in Konkurrenz mit anderen Frauen“. Hier geht es um Beziehung, Partnerschaft und Verliebtheit.

 

Die Verliebtheitsphase und was danach passiert

 

 

Wenn sich zwei Menschen ineinander verlieben, sind sie in einem Ausnahmezustand. Sie fühlen sich glücklich, schweben wie im Rausch und genießen die Liebe und das Leben. Der Volksmund sagt „Liebe macht blind“. Es heißt, wer verliebt ist, sieht praktisch nicht mehr klar, sondern redet sich etwas über den Partner ein. Doch stimmt das? Ich möchte euch hier ein radikales Konzept vorstellen. Denn ich bin der tiefen Überzeugung, dass dieses Sprichwort falsch ist.

Wie ihr wisst, bilde ich mich immer mehrgleisig weiter. Also, ich habe nicht nur Pickup gelernt, sondern ich habe auch sehr viele Kurse im spirituellen Bereich gemacht. Einen großen Einfluss auf meine Einstellung zur Liebe hatte eine Gemeinschaft aus Köln, die sich Komaja nennt, die Gesellschaft für die Kultur der Liebe. Als ich in Köln gelebt habe, besuchte ich gerne ihre Vorträge und bin auch mal mit ihnen drei Wochen lang nach Kroatien gefahren und habe dort ihr Programm mitgemacht. Zurück kam ich komplett aufgeladen von Liebe und positiver Energie. Die wichtigste Erkenntnis, die ich aus dieser Reise mitgenommen habe, war:

 

„Verliebt sein, macht nicht blind. Wer verliebt ist, sieht besser als alle anderen Menschen.“

 

Wenn wir verliebt sind, befinden wir uns in dem Höchstmaß unseres menschlichen Potentials. Wir brauchen wenig Schlaf, wir sind total gut drauf, wir sind von nichts genervt, selbst wenn uns der Chef blöd kommt, interessiert es uns nicht und wir können leicht darüber hinwegsehen. Unseren Partner sehen wir mit liebenden Augen. Dinge, die uns später total an dem Anderen aufregen, interessieren uns in der Verliebtheitsphase einfach nicht.

Vollkommen normal und auch in Ordnung ist, dass man nach dieser Verliebtheitsphase wieder in eine gewisse Normalität fällt. Doch leider fällt man auch wieder in seine negativen Verhaltensmuster. Auf einmal fallen einem Kleinigkeiten am Partner auf, die einen vorher nicht gestört haben, und regen einen auf. Und dann beginnt das Kritisieren.  Auch alte Kindheitsverletzungen werden dann wieder getriggert. Man steigt wieder in diese  negativen Gefühle ein.

 

Verliebtheit wieder herstellen, wenn die Anziehung verloren geht

 

 

Die Verliebtheitsphase ist eine sehr wichtige Phase in einer Beziehung. Doch leider schwindet diese Verliebtheit. Nach einer längeren Beziehungszeit fallen einem die Zuneigung und der Sex nicht mehr so zu wie zu Beginn der Beziehung. Deswegen müssen gerad in einer langfristigen Beziehung Liebe und Sexualität kultiviert werden.

 

 

Erinnerung an die Verliebtheitsphase

 

Erinnere dich selbst an die Verliebtheitsphase, und dann tue es mit deiner Partnerin gemeinsam. Wie habt ihr euch kennengelernt? Was habt ihr dabei gefühlt? Welche Momente waren besonders schön? Was habt ihr gemeinsam unternommen? Was habt ihr aneinander geschätzt? Was hat euch an dem anderen begeistert? Worauf wart ihr neugierig?

Viele Paare denken nach den Jahren nicht mehr an die schöne gemeinsame Zeit, die sie am Anfang hatten. Sie lassen die Partnerschaft so nebenbei laufen und hoffen, dass es irgendwie funktioniert. Seid nicht eines dieser Paare. Erinnert euch, lasst euch auf das Spiel ein und erweckt die Verliebtheitsgefühle von damals wieder aus ihrem Schlaf.

Partnerschaft ist ein Bereich, in dem man lernen kann, die Partnerschaft zu lieben und die Liebe zu leben. Erich Fromm hat dazu ein Buch geschrieben: Die Kunst des Liebens. Das kann ich sehr empfehlen.

 

 

Denn Lieben ist einfach auch eine Kunstform und eine Fähigkeit, die man erlernen kann. Ansonsten verlieren wir diesen liebenden Blick auf unseren Partner. Als Folge entstehen Konflikte, die eigentlich nicht sein müssen.

 

Meditation auf die Verliebtheit

 

Wer von euch der Meditation offen gegenüber steht, kann auch einen Schritt weiter gehen. Das ist auch etwas, dass ich bei den Komaja gelernt habe. Da meditierten wir auf die größte Verliebtheit, die wir je im Leben erlebt haben. Auf diese Weise trainierten wir das Gefühl des Verliebtseins. Denn dieses Gefühl ist das positivste Gefühl, dass wir als Menschen kennen. Empfinden wir Verliebtheit, sind wir auch am angenehmsten für andere Menschen und machen am meisten von unseren Ressourcen und unserer Stärke gebrauch.

Jetzt stelle Dir das Meditieren nicht unbedingt so vor, dass Du im Schneidersitz dasitzt mit den Daumen und Zeigefinger aneinandergepresst und monoton „Ohm“ rufst. Du kannst Dich auch einfach bequem hinsetzen und bewusst alte Briefe lesen, alte SMS-Nachrichten oder Dich einfach an die Zeit der Verliebtheit erinnern, vielleicht mit Musik aus dieser Zeit.

 

 

Fazit

 

 

Zu viele Partnerschaften zerbrechen an der Normalität, die sich nach der Verliebtheitsphase einpendelt. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir am Anfang einer Beziehung den Partner besser sehen und eher Recht haben über ihn als später. Nimmt die Verliebtheit ab, übernimmt zunehmend der Verstand die Kontrolle und gibt unseren kleinen nagenden Stimmen freien Lauf. Streit steht dann an der Tagesordnung. Dabei sind wir am Anfang der Beziehung ganz großzügig und sehen über gewisse störende Dinge hinweg. Auf beiden Seiten werden Kompromisse gemacht. Viele Streitigkeiten sind einfach überflüssig.

Deswegen müsst ihr als Paar diese Liebe kultivieren.

 

 

Dein Maximilian

 

 

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