Der Weg zur eigenen Männlichkeit

Alltag!

Was mir selbst immer wieder tierisch auf die Nerven geht, sind die Menschen (und damit meine ich insbesondere Männer), die sich viel zu ernst und wichtig nehmen. Viele die Glauben, dass sie es drauf haben und anderen Männern nichts gönnen und sich im Umgang mit Frauen mit ihrem Status und ihrem Besitz profilieren. Woher kommt das Ganze, ist eine berechtigte Frage. Wir werfen einen kurzen Blick in die Institution Schule. Dort angelangt sind die meisten Mädchen und Jungen natürlich. Sie genießen den Schutz und die Behutsamkeit von ihren Eltern, die für ihr Kind das beste wollen. Doch hinter der Institution Schule stecken die Absichten der späteren Arbeitgeber: demnach der Gesellschaft. Den Kindern werden Werte wie Disziplin, Sorgfalt und das Zurückstellen der eigenen Bedürfnisse auferlegt. Dies ist meines Erachtens auch völlig in Ordnung, denn so lernen Kinder, sich im Leben und der Gesellschaft zurecht zu finden. Doch der entscheidende Punkt ist die Art wie dies vermittelt wird. In der Regel wird mit den Ängsten der Kinder gespielt. Einerseits durch die Befürchtung von den anderen Kindern ausgelacht zu werden oder von der Lehrkraft getadelt zu werden. Was entsteht, sind Heranwachsende, die durch den Umgang in der Schule geformt werden. Leider entstehen daraus Menschen, die sich oftmals zu ernst nehmen und es übernommen haben, seinen Mitstreitern nichts zu gönnen. Schon gar nicht etwas, was man selbst gerne hätte (sei es Charme, Liebenswürdigkeit oder die Fähigkeit, Menschen zum Lachen zu bringen). Für diese Menschen ist es ein Feiertag, andere Menschen scheitern zu sehen, vor allem, wenn sie selbst in die Suppe des anderen gespuckt haben.

 

Konsequenz!

Darum soll es nun aber nicht gehen. Viele Männer verlieren durch diesen Vorgang ihren Zugang zu ihrer eigenen Männlichkeit. Sie denken Besitz und Status verleiht ihnen die Berechtigung großkotzig rüberzukommen oder sie verschließen sich. Jeder Mann hat in seiner Biografie Erlebnisse und Bezugspersonen, die ihn in seiner Entwicklung prägen. Viele (und ich behaupte mal, Du gehörst dazu, da Du Dich mit den Newslettern von Herrn Pütz auseinandersetzt) Männer sind sich ihrer eigenen Männlichkeit und Sexualität nicht bewusst:

  • Darf ich mir Zeit für mich nehmen, wenn es mir nicht gut geht?
  • Darf ich fremde Menschen darauf aufmerksam machen, dass sie mir auf die Nerven gehen (in einem Kontext, wo Du mit diesen Menschen zusammenarbeiten musst)?
  • Darf ich eine fremde Frau ansprechen, weil sie mir optisch zusagt?
  • Darf ich in der Öffentlichkeit in der Jacke rumlaufen? Die denken ja alle ich bin ein Macho.
  • Ich muss mich in Grund und Boden schämen, wenn ich einen Korb bekomme.
  • Darf ich diesem Newsletter lesen, was denken denn meine Freunde?

 

Möglichkeit!

Persönlich habe ich den Eindruck, dass Männer zum Workshop von Maximilian kommen und denken, jetzt geht’s rund. Ich komme in eine Stadt, wo mich keiner kennt, habe einen Haufen Kohle bezahlt und jetzt mache ich viele Frauen klar. Das funktioniert jedenfalls nicht. Ich denke, wenn Du mit anderen Glaubenssätzen z.B. den Workshop besuchst oder auf die Straße gehst, Du in der Interaktion mit Frauen viel angenehmere Reaktionen hervorrufen wirst:

  • Ich bin sexy und charmant.
  • Zuhören ist eine Tugend, die meinem Herzen entspricht.
  • Männlichkeit, die meinem Kern entspricht, ist meine Zuneigung gegenüber attraktiven Frauen zum Ausdruck zu bringen.
  • Ich halte den Blickkontakt, insbesondere bei Frauen, die mir gefallen.
  • Ich habe nicht versagt, weil ich es nicht schaffe. Es ist eine Glanzleistung, weil ich es versucht habe.

(Du kannst diese Methode übrigens auf sämtliche Bereiche übertragen, z.B. wenn Du ein Unternehmen gründest – überleg Dir einfach Aussagen, die Du gerne umsetzen möchtest, Bsp. Ich mache meine Sache gut, daher führe ich mein Unternehmen auf gesunde Beine)

 

Voraussetzung!

Zumindest in nächster Zeit werde ich Maximilian in seiner Arbeit unterstützen. Demzufolge auch bei seinen Workshops. Ein ganz wesentlicher Aspekt ist auf jeden Fall, dass Du Dir Zeit für das Ganze nimmst. Du willst Deine Persönlichkeit entwickeln – dies benötigt Zeit. Und wenn es mehrere Jahre sind. Aus meiner Sicht lohnt es sich, da ich begriffen habe, einen Weg zu bestreiten, der durch Irrtum und Misserfolg gepflastert ist. Mache ich Fehler bin ich auf dem richtigen Weg. Unter der Bedingung, dass ich für mein Handeln Verantwortung übernehme und dieses reflektiere.

Du hast hier eine Übung, die Dir langfristig ein wesentlich besseres Gefühl verleiht.

Mache diese morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafen gehen:

Stell Dich vor einem Spiegel, schau Dir in die Augen und spreche mit kräftiger Stimme:

  • Die Angst wird niemals verschwinden, solange ich mich weiterentwickle
  • Die Angst etwas zu tun, werde ich nur los, wenn ich aus mir herausgehe und handle
  • Ich kann mein Selbstwertgefühl nur steigern, indem ich es mir herausgehe und handle
  • Immer wenn ich mich in unbekannte Bereiche vorwage, erlebe ich Angst, und das geht nicht nur mir so, sondern allen anderen Menschen auch
  • Die Angst zu überwinden bereitet weniger Schrecken als mit der grundlegende Angst zu leben, die aus dem Gefühl der Hilflosigkeit kommt

+ Die eigenen Glaubenssätze (siehe oben), alles zehn Mal, 2 Monate lang

Du wirst selbst sehen, was mit Dir passiert. Falls Du den Workshop in München besuchen wirst, kannst Du Dich übrigens jetzt schon darauf vorbereiten. Mit dieser Übung.

Das wärs soweit.

Bis dann.

Liebe Grüße
Christoph