Frauendiskriminierung durch Frauenförderung – Kommentar zu Studiengängen nur für Frauen

Frauendiskriminierung durch Studiengänge nur für Frauen

Um Frauendiskriminierung zu bekämpfen, werden Frauen gefördert, wo es nur geht. An manchen Universitäten werden darum Studiengänge nur für Frauen angeboten. Erinnert das nicht zu sehr an Förderungsmaßnahmen für Lernbehinderte? Und liegt nicht in genau dieser Art von Frauenförderung die wahre Frauendiskriminierung? Die Meinung von vier Frauen und von mir erfährst Du in dem folgenden Video:

Frauendiskriminierung, weil es weniger Frauen in technischen Studiengängen gibt als Männer? 

Sexismus Überall! Was sonst könnte der Grund sein, wenn es in bestimmten Bereichen weniger Frauen gibt als Männer? Dem Feminismus geht es nicht um Gleichberechtigung, sondern um Gleichheit. Letzte Woche berichtete ich über den „Missstand“, dass weniger Frauen als Männer ein Unternehmen gründen. Davor veröffentlichte ich ein Video über die angebliche Frauenfeindlichkeit im Jazz. Das gleiche Problem des Sexismus soll auch in der Popmusik herrschen. Und die IT-Branche ist ja sowieso für ihre Frauendiskriminierung bekannt.

Eins ist klar – solange ich Pressebeiträge finde, die versuchen mit dem selben feministischen Narrativ unsere Gehirne zu waschen, werde ich dagegen steuern und zumindest meine Zuschauer und Leser ermutigen, gewisse Berichte zu hinterfragen und eine eigene Meinung dazu zu bilden.

Heute sprechen wir über einen Artikel der Zeit mit dem Titel „Förderung von Frauen: Sind Studiengänge nur für Frauen sinnvoll?

Hintergrund ist, dass es in naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen nur wenige Studentinnen gibt. Dazu habe ich mich mal nach aktuellen Zahlen umgeschaut:

Frauenanteil in MINT-Fächern

Nach dem Statistischen Bundesamt gab es im Wintersemester 2017/2018 insgesamt 1.087.760 Studierende in MINT-Fächern. Darunter waren 330.347 weiblich. Das sind 30,37 Prozent.

Dabei sollten die MINT-Fächer allerdings differenziert betrachtet werden. Unter den Mathematik-Studenten sind beispielsweise 46,73 Prozent weiblich. Biologie studieren sogar 61,96 Prozent Frauen. Unter den Chemiestudenten sind 43,76 Prozent weiblich, unter den Pharmaziestudenten 68,64 Prozent. In den Physik-Studiengängen findet man allerdings nur 28,71% Frauen. Niedrig ist der Frauenanteil insbesondere in den technischen Studiengängen wie Informatik mit 21,11 Prozent oder Ingenieurwesen mit 22,29 Prozent.

Interessant ist an diesen Zahlen, dass sie sich in den letzten 20 Jahren nicht grundlegend geändert haben. 1993 gab es zum Beispiel nur vier Prozent weniger Studentinnen in naturwissenschaftlichen Studiengängen als im Jahr 2011. In Ingenieurwissenschaften ist der Frauenanteil zwar von 1993 bis 2000 um sechs Prozent gestiegen, stagniert aber seit dem auf dem gleichen Niveau (Quelle: Zeit Online „Männerjobs sollen Mädchensache werden“.

Ähnliche Zahlen zeigt das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung. Im folgenden Diagramm sehen wir die Studienanfängerinnen nach Fächergruppen von 2000 bis 2015

Wir sehen, dass sich die Frauen- und Männeranteile in den einzelnen Fächergruppen kaum verändern. Frauen setzen ihre Schwerpunkte in andere Fachgebiete als Männer. 

Da fragt man sich doch, was die ganze Frauenförderung in den MINT-Fächern gebracht hat, die schon seit vielen Jahren von Steuergeldern finanziert wird.

Was bringt die Frauenförderung in MINT-Fächern?

Warum wird mit so viel Geld und Energie versucht, Frauen umzuerziehen und ihnen vorzuschreiben, was sie zu studieren haben, um im Leben erfolgreich zu sein?

Sehr gut formuliert steht es auf der Webseite der Universität Wien im Artikel "Das Märchen von den MINT-Fächern"

Schluss mit den Märchen! Nichts ist so Schwarz-Weiß wie uns die Medien oft glauben lassen wollen. In anderen Worten: Weder stimmt es, dass MINT-Fächer dich garantiert zum Erfolg bringen, noch dass in allen MINT-Bereichen ein großer Mangel an Studierenden herrscht. Wer die Wahrheit wissen will, muss quasi zwischen den Zeilen lesen. Was sich in jedem Fall empfiehlt ist es, den eigenen Interessen nachzugehen und ein Studienfach aus Begeisterung und nicht wegen der Gehaltsvorstellung zu wählen. 
Auch für Frauen gilt: Nur Mut! Wer sich wegen veralteter Stereotypen keines dieser Studienfächer zutraut, wird es später sicherlich bereuen. Ein wahres Interesse an dem Themengebiet sollte in jedem Fall die Grundvoraussetzung sein.
Sollte es bei der Studienwahl nicht um Interessen und Fähigkeiten gehen, statt darum, um jeden Preis eine Gleichstellung von Frauen und Männer zu erreichen? Warum ist es ein Problem, dass weniger Frauen als Männer technische Fächer studieren? Wo liegt hier die Frauendiskriminierung? Alle Studiengänge sind für alle offen.

Wer hindert eine Frau daran, Elektrotechnik oder Informatik zu studieren? Und kommt mir bitte nicht wieder mit Gründen wie „fehlende Vorbilder“ oder „Frauen können sich nicht durchsetzen“. Wer eine hohe Position anstrebt, egal in welcher Branche, muss sich durchzusetzen lernen und wird ohne Begeisterung für den Beruf nicht weit kommen.

Und wo lernt eine technisch interessierte Frau am besten, sich in einer männerdominierten Branche durchzusetzen? Im männerdominierten Studium.

Das sehen einige Unis in Deutschland allerdings anders.
Gleichberechtigung

Was bieten Studiengänge nur für Frauen?

Die Hochschulen in Berlin, Jena, Bremen, Stralsund, Furtwangen, Mülheim an der Ruhr und Wilhelmshaven scheinen sich einig zu sein in der Meinung, typische Männerstudiengänge würden Frauen einschüchtern. Darum bieten sie MINT-Studiengänge nur für Frauen an.

In einem reinen Frauenstudiengang erleben die Studentinnen eine intensive Betreuung, da die Gruppen kleiner sind und auf ein gutes Mentoring-Programm wird besonders viel Wert gelegt. Einige Unis werben mit Familienfreundlichkeit und damit, den Unterrichtsstoff bei Null anzufangen. Es wird viel Raum für Diskussionen geboten und das Studium ist darauf ausgelegt, die Frauen zu stärken und ihnen zu helfen, sich durchzusetzen. Zusätzlich liegt der Schwerpunkt neben den technischen Inhalten in der Vermittlung von sozialen, methodischen, kommunikativen und interkulturellen Kompetenzen.

Einen Überblick über die Angebote der MINT-Frauenstudiengänge findest Du auf dieser Webseite: https://www.studis-online.de/Studienfuehrer/frauenstudiengaenge.php

Studiengänge nur für Frauen: Frauenförderung oder Frauendiskriminierung?

Warum bekommen Frauen diese Sonderbehandlung? Warum werden sie behandelt wie Lernbehinderte?

Als Grund wird oft genannt, dass Frauen sich von den Männern einschüchtern lassen, auch, dass Männer Frauen nicht in der Gruppe akzeptieren und respektieren. Das halte ich allerdings für ein Gerücht. Wenn eine kompetente Frau Informatik studiert, wird jeder männliche Kommilitone liebend gerne eine Lerngruppe mit ihr gründen. In dem oben genannten Zeit-Artikel hat es die Deborah Luhnau, Studentin der Elektrotechnik an der TU Dresden sehr gut ausgedrückt:

Weltfremd – das fällt mir zu Frauenstudiengängen ein. Ich habe schon Vorlesungen erlebt, in denen ich die einzige Frau unter 50 Männern war. Letztlich spiegelt aber genau das die Realität im Job wider. Da werde ich auch eine der wenigen Frauen unter vielen Männern sein. Gründet man dann aus Rücksicht auf uns eine Frauenabteilung? Mit Sicherheit nicht. An der Uni habe ich nie Vorurteile gegenüber uns technisch interessierten Frauen erlebt. Man quält sich gemeinsam durch die Prüfungen; mit wem ich lerne, das hängt nicht vom Geschlecht ab, sondern davon, mit wem ich mich menschlich gerade gut verstehe.
Inwiefern werden Frauen in Frauenstudiengängen auf das Berufsleben vorbereitet? Sie werden in Watte gepackt und verbringen einen großen Teil der Zeit mit persönlichkeitsstärkenden Inhalten. Dumme Fragen gibt es nicht. Ein Mentor steht jeder Zeit für alle Belange zur Verfügung.


Währenddessen müssen die männlichen Studienkollegen in überfüllten Hörsälen versuchen, so viel Lehrstoff wie möglich aufzunehmen und hinterher in Lerngruppen aufzuarbeiten. Von intensiver Betreuung und persönlichkeitsstärkenden Maßnahmen keine Spur. Die gesamte Zeit wird fürs Üben und Lernen verwendet.


Dabei sind gerade die Männer, die technische Studiengänge studieren, nicht gerade die super Alpha-Männer. Ein paar Kurse, die sich auf die Stärkung ihrer Persönlichkeit konzentrieren, würden ihnen sehr gut tun.
Aber diese Art von Angebot gibt es nur für Frauen. Wer wird denn hier wirklich benachteiligt? Männer oder Frauen?

Warum Frauenförderung diskriminierend ist

Wenn Frauen durch eigene technische Studiengänge gefördert werden, wird weder Frauen noch Männern ein Gefallen damit getan. Diese Angebote sind Männern gegenüber diskriminierend, da sie Männern diese intensive Betreuung und die modernen Lernmittel verweigern. Aber auch Frauen gegenüber ist es diskriminierend, dass es überhaupt solche Studienangebote gibt.


Die Message ist: Ihr Frauen seid zu schwach, um es allein zu schaffen. Ihr braucht Unterstützung durch Frauenförderung und Quoten. Frauen werden als Opfer der Gesellschaft, als Opfer der Männer dargestellt. Die Frauen, die sich für Studiengänge nur für Frauen interessieren, haben sich in die Opferrolle pressen lassen und glauben, sie könnten sich nicht unter zu vielen Männern durchsetzen.


Männer werden somit zu Gegnern gemacht, nicht zu Partnern. Frauen werden abgewertet und in die Rolle der Hilfsbedürftigen gepresst. Ich finde es extrem sexistisch und diskriminierend sowohl Männern als auch Frauen gegenüber.


Gerade die Frauen sollten sich gegen diese Förderungsmaßnahmen wehren und beweisen, dass sie mit Männern im Studium und im Berufsleben konkurrieren und zusammenarbeiten können.


Dabei sollte nicht die Gleichheit, sondern die Geleichberechtigung und partnerschaftliche Zusammenarbeit im Vordergrund stehen. Wenn eine Frau sich für Informatik interessiert, soll sie das studieren. Und auch wenn sie vielleicht nicht genauso gut programmieren kann wie ihre Kollegen, hat sie als Frau Eigenschaften zu bieten, die sie durchaus konkurrenzfähig und für Unternehmen interessant machen.

Durch ihre stärkeren Social Skills kann sie sehr gut mit Kunden umgehen und die Produkte umso besser erklären. Das ist etwas, das vielen männlichen IT-Experten fehlt. Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen sollten akzeptiert und gewürdigt werden.
Hast Du Erfahrungen zu diesem Thema sammeln können? Schreibe sie mir bitte unten in die Kommentare. Ich freue mich auf eine Diskussion.


Dein Maximilian
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