Gleichberechtigung von Frauen und Männern – Wissenschaftler verraten die Wahrheit

Gleichberechtigung von Frauen und Männer

Wenn es um die Gleichberechtigung von Frauen und Männern geht, hören wir immer nur eins: Frauen werden benachteiligt – überall auf der Welt und schon immer. Doch nun räumen zwei Wissenschaftler auf und verraten die Wahrheit über die Gleichberechtigung der Geschlechter.

Möchten Sozialwissenschaftler ihre empirische Untersuchung im Bezug zur Geschlechtergerechtigkeit in verschiedenen Ländern darstellen, ziehen sie in der Regel den Global Gender Gap Index (GGGI) heran. Er soll zum Beispiel in einer Studie zur Gesundheit von alleinerziehenden Müttern den Bezug zur herrschenden Gleichberechtigung von Mann und Frau herstellen. In einer anderen Studie wird die Berufswahl von Frauen mit dem jeweiligen Wert der Gleichberechtigung verglichen.

Der GGGI zeigt, wie sehr oder wie wenig Frauen in verschiedenen Ländern den Männern unterlegen sind. Dieser Index wird stets aktuell gehalten. Jedes Jahr kommt ein neuer Report des World Economic Forums heraus. Doch gibt es in dem sogenannten Global Gender Gap Report einen gewaltigen Fehler: Er blendet aus, dass Frauen in so einigen Bereichen besser dastehen als Männer, das heißt Männern gegenüber klare Vorteile erleben.

Zwei Wissenschaftler verraten die Wahrheit über die Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Willst Du die Wahrheit erfahren? Schau Dir dazu das folgende Video an oder lies weiter.

Was ist der Global Gender Gap Index (GGGI)?

Der zurzeit wichtigste Index zur Gleichberechtigung der Frau ist der Global Gender Gab Index (GGGI). Dieser ist bereits seit 2006 geläufig. Jedes Jahr kommt der Global Gender Gap Report des World Economic Forum heraus, der die Gleichstellung der Geschlechter in verschiedenen Staaten (149 Staaten im aktuellen Report) auf einer Skala von null bis eins zeigt. Dazu wird die Benachteiligung von Frauen in den folgenden Bereichen gemessen.

1. Beschäftigungsanteile
2. Einkommensunterschiede bei gleicher Tätigkeit
3. Einkommensverhältnis von Frauen und Männern
4. Anteile an Toppositionen (Gesetzgeber, höhere Beamte und Manager)
5. Anteile an Exporten und Technikern
6. Verhältnis der Grundschulausbildung
7. Verhältnis der höheren Ausbildung
8. Verhältnis der universitären Ausbildung
9. Verhältnis der Alphabetisierungsraten
10. Geschlechterverhältnis der Geborenen
11. Lebenserwartung
12. Anteile der weiblichen Parlamentarier
13. Anteile der weiblichen Minister
14. Anteil der weiblichen Staatschefs in den letzten 50 Jahren

Die vier Hauptkategorien sind somit:

1. Wirtschaftliche Gleichstellung
2. Zugang zu Bildung
3. Gesundheit und Lebenserwartung
4. Politische Beteiligung

Und was glaubst du, welche Länder die höchste Gleichstellung zwischen Frauen und Männern haben? Hier sind die Top 10:

1. Island
2. Norwegen
3. Schweden
4. Finnland
5. Nicaragua
6. Ruanda
7. Neuseeland
8. Philippinen
9. Irland
10. Namibia

Wo liegt das Problem des Global Gender Gap Index?

Der GGGI misst also die Benachteiligung von Frauen in verschiedenen Ländern auf einer Skala von null bis eins. Eins bedeutet, dass Frauen die Parität zu Männern erreicht haben. Merkst du, wo das Problem liegt?

Es wird vollkommen außer Acht gelassen, dass Frauen in einigen Werten den Männern überlegen sind. Denken wir dazu an die Lebenserwartung. Auch wenn Frauen Männer in einem Bereich weit hinter sich lassen, wird der Wert eins vergeben.

Der GGGI kann also trotz aller erzielten Fortschritte niemals ein anderes Ergebnis liefern, als dass Frauen es insgesamt noch immer schwerer haben als Männer."

Süddeutsche Zeitung: Wo Männer leiden

Der GGGI kann nur ein Ergebnis haben: Frauen sind gegenüber den Männern benachteiligt! Der Index zeigt dabei nur die Intensität der Benachteiligung.

Das passt leider zu gut in das Prinzip des Feminismus. Die Nachteile der Männer werden schlicht ignoriert. Das einzige Ziel ist es, das Leben der Frauen zu verbessern.

Dass Feminismus für Gleichberechtigung von Frauen und Männern steht, ist eine Lüge. Denn dann müssten Feministen auch für Gerechtigkeit in den Bereichen kämpfen, in denen Männer benachteiligt werden. Stattdessen wird das Szenario, dass Männer Frauen unterlegen sind, aus der Statistik ausgeblendet.

"Eine Studie, deren Endergebnis schon im Vorhinein so beeinflusst wird, dass Frauen in keinem Lebensbereich Vorteile gegenüber Männern haben, ist keine Studie. Es ist pure Propaganda." (Maximilian Pütz über den geläufigen Index zur Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern „Global Gender Gap Index (GGGI)“)

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Aber zum Glück gibt es Wissenschaftler, die den GGGI so wie er ist nicht mehr akzeptieren wollen und einen neuen Index entworfen haben, der über den Wert eins hinausgeht und auch die Benachteiligung der Männer misst.

Die Lösung: Der Basic Index of Gender Inequality (BIGI)

Da der GGGI die Privilegien der Frauen gegenüber den Männern ignoriert, haben die Psychologen Gijsbert Stoet von der britischen University of Essex und David Geary von der University of Missiouri, USA, ein neues Instrument entwickelt: den Basic Index of Gender Inequality (BIGI). Die Süddeutsche Zeitung berichtet darüber mit dem Artikel „Wo Männer leiden“.

Der BIGI errechnet sich aus den Faktoren:

1. Bildungschancen
2. Die in guter Gesundheit verbrachten Lebensjahre
3. Generelle Lebenszufriedenheit

Die Forscher verglichen die Bildungschancen, die Gesundheit und die Lebenszufriedenheit der Männer und Frauen in 134 Staaten. Das Ergebnis dieser Untersuchung hat mit dem aktuellen feministischen Narrativ nichts gemeinsam.

Sollten Studien tatsächlich anfangen, den neuen Index BIGI statt dem GGGI anzuwenden, könnten Feministen in so einigen Ländern einschließlich Deutschland einpacken. 

Frauen werden in 43 Ländern Männern gegenüber benachteiligt. Männer haben in 91 Ländern Nachteile gegenüber Frauen zu ertragen.

Ja, stell dir das mal vor. Frauen haben in mehr Ländern Vorteile gegenüber Männern als andersrum. Mich würde mal interessieren, was Feministen dazu sagen.

Wie leiden Männer?

Wo sind Feministinnen am aktivsten? In hochentwickelten Ländern. Der BIGI zeigt allerdings, dass gerade in den hochentwickelten Ländern Männer Nachteile erleiden. Dies liegt an der durchschnittlich geringeren Lebenserwartung von Männern. Zudem leben Männer weniger Jahre in guter Gesundheit.

Ein wichtiger Punkt hier ist, dass Männer häufiger bei Arbeitsunfällen ums Leben kommen. Woran liegt das wohl? Sind Männer tollpatschig und dumm? Nein – In gefährlichen Berufen gibt es keine Frauen. Aber auch diese Tatsache wird von Feministen gerne ignoriert. Frauenquoten gibt es nur in schönen, gut bezahlten Berufen, nicht in den gefährlichen, dreckigen und anstrengenden Berufen.
Ein weiterer Grund, warum Männer gesundheitlich hinter den Frauen stehen, ist der höhere Alkoholkonsum. Aber warum trinken Männer so viel Alkohol?

Alkohol- und Drogenkonsum hat oft etwas mit seelischen Nöten zu tun. Da Männerprobleme aber in unserer Gesellschaft überhaupt keinen Diskurs haben, flüchten sich viele Männer in Alkohol oder andere Drogen.

Als weiterer Grund wird die Präventionsmedizin genannt, die auf weibliche Bedürfnisse zugeschnitten ist. Ich erinnere an das Thema Brustkrebs. Dazu gibt es Millionen von Förderungsprogrammen und Kampagnen. Und hast du schon etwas von irgendwelchen Kampagnen zu Hodenkrebs oder Prostatakrebs gehört?

Wo leiden Männer?

In den unentwickelten Ländern stehen Frauen in der Gleichberechtigung schlechter als Männer da, weil ihnen oft der Zugang zu Bildung verwehrt wird. Das sind natürlich die Länder, von denen Feministen nichts hören wollen.

Bist du interessiert an einem tieferen Einblick in den Basic Index of Gender Inequality (BIGI), kannst du die Webseite zum BIGI besuchen oder den Forschungsbericht im Fachmagazin Plos One „A simplified approach to measuring national gender inequality“ lesen. Die Ergebnisse sind sehr interessant und überraschend.

Schauen wir uns zum Beispiel die Top 10 Länder an, die nach dem BIGI die größte Gleichstellung von Männern und Frauen haben, sieht das Ergebnis ganz anders aus als die Top 10 Länder der Gleichberechtigung nach dem GGGI.

Zu erwähnen sei hier noch, dass Parität in den meisten Ländern nicht bedeutet, dass Frauen oder Männer nicht benachteiligt werden. Viel eher ist der Fall, dass beide Geschlechter in verschiedenen Bereichen benachteiligt werden.

In Saudi-Arabien zum Beispiel werden Frauen benachteiligt, weil ihnen oft die Bildung verwehrt wird. Allerdings stehen sie in Sachen Gesundheit und Lebenszufriedenheit sehr viel besser da als Männer. Somit entsteht zwar statistisch eine hoche Gleichberechtigung von Frauen und Männern, aber das Land muss noch Einiges tun, um die Situation sowohl für Frauen als auch für Männer zu verbessern. 

Hier sind die Top 10 Länder, die nach dem BIGI die größte Gleichstellung von Männern und Frauen haben:

1. Italien
2. Israel
3. Saudi-Arabien
4. Aserbaidschan
5. Indonesien
6. Singapur
7. Türkei
8. China
9. Mazedonien
10. Malta

Die Top 3-Länder der Gleichberechtigung von Frauen und Männern nach dem GGGI Island, Schweden und Norwegen, landen beim BIGI nur auf den Plätzen 35, 39 und 26. 

Fazit: Gleichberechtigung in Studien


Nachdem wir nun wissen, wie Gleichberechtigung gemessen wird und wie dafür in dem geläufigsten Index, dem GGGI, jegliche Aspekte, die Männer benachteiligen, herausgelassen werden, müssen wir uns ernsthafte Gedanken machen, wie viel Glauben wir sozialen Studien schenken können, die sich auf die Gleichberechtigung von Frauen und Männern beziehen.

Der neue Index BIGI ist dabei schon wesentlich besser, da er auch die Benachteiligung von Männern misst. Jedoch ist es etwas fraglich, woher die Zahlen dafür genommen werden und wie sie gewertet werden. Für den Bereich Bildung nimmt der BIGI zum Beispiel die Zahlen aus dem GGGI, und die scheinen für Deutschland nicht ganz korrekt verwendet worden zu sein. Ob wohl absichtlich geschummelt wurde?

So sollen 2016 47% Mädchen und 53% Jungen in der Sekundarstufe gewesen sein. Und das wird als Nachteil für Mädchen gewertet. Es wird klar übersehen, dass in Deutschland auch in der Sekundarstufe Schulpflicht herrscht und kein Mädchen aus der Schule ausgeschlossen wird. Dass weniger Mädchen als Jungen in die Schule gehen, liegt wahrscheinlich schlicht daran, dass es in Deutschland mehr Jungen als Mädchen gibt.

Was sagst Du zu dem Thema? Schreibe bitte deine Meinung unten in die Kommentare.

Dein Maximilian