Mann sein – ein großes Privileg?

Mann sein

Mann sein – das ist ein großes Privileg. So wird es uns in unserer Gesellschaft eingeredet. Die Benachteiligten seien die Frauen. Aber stimmt das? Lies hier weiter oder schaue Dir das Video an, und erhalte einen Überblick von den Bereichen, in denen jede Frau froh ist, dass sie kein Mann sein muss.

Wer regelmäßig meine Videos sieht und meine Artikel liest, weiß, dass ich immer wieder auf Missstände in unserer Gesellschaft hinweise, in denen Männer ganz klar benachteiligt werden. Und weil es so wenige tun, bin ich immer wieder froh und dankbar, wenn Magazine über die Benachteiligung von Männern berichten – so wie Die Freie Welt in dem Artikel „Der feministische Mythos vom privilegierten Mann“.

Diesem Artikel widme ich mein neues Video. Schaue es Dir an, like es und teile es mit allen Deinen Freunden, Männern und Frauen. Denn es muss den Leuten endlich bewusst gemacht werden, dass auch Männer Menschen mit Problemen sind.

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https://youtu.be/5psbQP5D8MM

Das männliche Privileg ist ein Märchen

Wer glaubt an das männliche Privileg? Eigentlich die Mehrheit der Menschen. Doch Mann sein heißt in Wahrheit:

  1. Geringere Lebenserwartung
  2. Höhere Selbstmordrate
  3. Gefährlichere Berufe
  4. Eine größere Chance, im Gefängnis zu landen
  5. Ein größeres Risiko, in die Obdachlosigkeit abzurutschen

Ich bin immer schockiert, wenn vom weißen, privilegierten Mann geredet wird, wobei es in der westlichen Welt nichts Privilegierteres gibt, als eine Frau zu sein.

Eine Frau hat heutzutage alle Optionen. Sie kann Kinder kriegen, Karriere machen, und sie kann etwas, dass kaum ein Mann kann – sie kann sich einen reichen Typen angeln, und hat für ihr Leben ausgesorgt. Ich coache ja einige sehr wohlhabende Männer. Es ist unglaublich, welche Geschichten sie mir erzählen darüber, wie Frauen versuchen, sie einzusacken.

Nein – Frauen haben es nicht leicht. Es wäre unmenschlich, das zu behaupten. Aber dass Männer das privilegierte Geschlecht sind, ist ein feministischer Mythos. Leider wird uns das durch die Medien so oft ins Gehirn gebrannt, dass die meisten Menschen es auch glauben.

Selbst im Krieg sollen Frauen die wahren Opfer sein, behauptet jedenfalls Hillary Clinton. Weil Frauen im Krieg ihre Männer und Söhne verlieren, seien sie die größten Opfer.

“Women have always been the primary victims of war. Women lose their husbands, their fathers, their sons in combat.” (Hillary Clinton)

Und was verlieren Männer? Nur ihr Leben!

Das zeigt sehr deutlich den Gynozentrismus in unserer Gesellschaft und wie wenig uns das Leben eines Mannes wert ist.

Mann sein – die Realität

Männer benachteiligt

Lebenserwartung

  • Fast überall auf der Welt, insbesondere in den westlichen Industriestaaten, haben Frauen eine deutlich höhere Lebenserwartung als Männer.
  • Die durchschnittliche Lebenserwartung von Männern in Deutschland liegt bei 78 Jahren, die von Frauen bei 83 Jahren.
  • In den USA leben Frauen durchschnittlich 76 Jahre, Frauen 81.
  • In den USA sind mehr als zwei Drittel aller Mordopfer Männer.
  • Die Mehrheit aller Opfer von Gewaltverbrechen in Europa und Nordamerika sind Männer.

Und trotzdem hörst Du immer nur von Gewalt gegen Frauen. Dabei haben Männer ein größeres Risiko, Opfer von Gewaltverbrechen zu werden. Die meisten Männer, die ich kenne, sind auch nicht stärker als Frauen. Wo sind denn die Männerparkplätze?

Selbstmordrate

  • In den meisten Staaten der Erde ist die Selbstmordrate unter Männern wesentlich höher als unter Frauen.
  • In den westlichen Industrieländern begehen zwei bis vier Mal mehr Männer Selbstmord als Frauen.
  • Unter den Suizidfällen in den USA im Jahr 2005 waren 25.848 männlich und 6.711 weiblich. Im Jahr 2011 waren von insgesamt 38.364 Suizidfällen 30.277 männlich.
  • In Deutschland nahmen sich im Jahr 2012 rund 7.300 Männer das Leben und rund 2.600 Frauen

Das ist ein Skandal. Überlege dir kurz, was los wäre, wenn die Zahlen andersherum wären, oder wenn auch nur 60% der Selbstmorde von Frauen begangen werden würden. Wie viele Hilfsorganisationen, Aufschreie und Kampagnen würden wir sehen?

Aber für Männer interessieren sich die Menschen einfach nicht so sehr. Selbst Männer haben kein Mitgefühl für Männer.

Ich glaube ganz fest, dass einer der Gründe, warum Männer in so hohem Maße Selbstmord begehen, ist, weil sich niemand für ihr Leid interessiert.

Zum einen haben Männer nicht gelernt, ihr Leid auszudrücken. Das sieht man zum Beispiel ganz deutlich am Weinen. Während Frauen regelmäßig und aus tausend Gründen weinen können, fällt es Männern schwer. Und wenn ein Mann seinem Leid Ausdruck verleiht, gilt dies als schwach und lächerlich. Zum Mann sein gehört auch, stark zu sein – bloß keine Schwäche zeigen.

Männer üben die gefährlicheren Berufe aus

Außer den als risikoreich bekannten Berufen wie Soldaten, Polizisten und Feuerwehrleute gibt es noch zahlreiche weitere Berufe mit hohen Unfallquoten und Sterbefällen. Und diese werden zumeist von Männern ausgeübt. In den USA sind 92 Prozent von allen Todesopfern durch Berufsunfälle Männer.

  • Holzfäller
  • Fischer
  • Piloten
  • Flugingenieure
  • Dachdecker
  • Müllarbeiten
  • Farmer
  • Stahlarbeiter
  • Gerüstbauer
  • Fernfahrer
  • Arbeiter an Elektrizitätsleitungen
  • Bergleute
  • Pflasterer
  • Fleisch-/Wurstwarenhersteller
  • Estrichleger
  • Fliesenleger
  • Zimmerer
  • Maurer
  • Stuckateur
  • Verputzer

Liebe Feministinnen, wo seid ihr? Wo ist der Aufschrei. Mehr Frauen als Dachdecker, als Fliesenleger, als Zimmerer, Stahlarbeiter. Ich höre nichts.

männliche privilegien

Obdachlosigkeit

  • Deutschland: 74 % der Obdachlosen männlich und 26% weiblich
  • Großbritannien: 71% der Obdachlosen männlich
  • USA:  70 bis 80 % der Obdachlosen männlich

Für Frauen gibt es spezielle Auffangeinrichtungen, die sie vor der Obdachlosigkeit schützen. Zudem fällt es Frauen wesentlich leichter als Männern, einen Mann zu finden, bei dem sie unterkommen können. Keine Frau würde einen Mann von der Straße zu sich nach Hause einladen. Aber Männer haben diesen Beschützerinstinkt und würden eine Frau aus der Obdachlosigkeit retten.

Es gibt ein schönes amerikanisches Sprichwort:

„As long as you have a pussy you won’t starve”

Gefängnisinsassen

Mann sein bedeutet auch, aufgrund einer Straftat eine höhere Strafe zu bekommen als eine Frau für dieselbe Straftat bekommen würde. Die Unterschiede dafür sind:

  • Es fällt Männern schwer, sich als Opfer darzustellen.
  • Männer gelten in der Gesellschaft als gefährlicher.

2013 waren in den USA rund 2,2 Millionen Menschen eingesperrt. Davon waren mehr als 2 Millionen Männer. Es sitzen 14 Mal so viele Männer im Gefängnis wie Frauen. Zudem zeigt eine Studie der University of Michigan, dass für dieselben Straftaten Männer rund 63 % längere Haftstrafen bekommen als Frauen.

Es gibt noch einen Grund, warum Frauen vor Gericht mildere Strafen bekommen als Männer – Der Gynozentrismus, also die Konzentration auf das weibliche Wohlergehen in der Gesellschaft. Wir empfinden einen natürlichen Schutzreflex gegenüber Frauen. Das heißt, auch ein Richter, ob männlich oder weiblich, wird bei Frauen eher Mitleid und Mitgefühl empfinden als bei Männern. Man sieht die Frau eher als Opfer ihrer Umstände, als Opfer ihrer Emotionen.

Den Gynozentrismus muss man einfach anerkennen und entscheiden, wie man damit umgeht.

Sexuelle Gewalt an Männern

Wenn es um Vergewaltigung geht, dann sind Männer die Täter und Frauen immer die Opfer? Das behaupten gerade Feministinnen immer wieder gerne. Aber:

  • Durch die Übergriffe in den tausenden Gefängnissen werden in den USA Männer häufiger Opfer sexueller Gewalt als Frauen.
  • Hinzu kommen die pädophilen Übergriffe auf Jungen.
  • Die Täter sind nicht immer Männer. Auch Frauen begehen sexuellen Missbrauch.
  • In London wird durchschnittlich ein Mann oder Junge pro Stunde Opfer eines sexuellen Übergriffs.

Das Problem ist, dass in vielen US-Staaten der sexuelle Missbrauch an Männern nicht statistisch erfasst wurde. Erst 2013 begann das FBI, sexuelle Straftaten gegen Männer zu erfassen.

Auch für Jungen und Männer ist eine Vergewaltigung ein sehr schmerzhaftes und traumatisierendes Erlebnis. Das wurde zu lange ignoriert.

Leider werden in den Medien Frauen immer noch als „die Opfer“ sexueller Gewalt dargestellt. Die Tatsache, dass Männer mindestens genauso häufig Opfer sexueller Übergriffe werden, wird gerne ignoriert. Denken wir nur mal an den Skandal der katholischen Kirche. Wer waren hier hauptsächlich die Opfer? – Männer.

Und wie sieht es in der Bildung aus?

  • Nach UN-Angaben sind in 70 Staaten, darunter in allen Industriestaaten, die Jungen in ihrer Bildung und Ausbildung hinter die Mädchen zurückgefallen.
  • In US-Colleges gibt es deutlich weniger Studenten als Studentinnen.
  • Es gibt mehr Männer, die ihr Studium abbrechen, als Frauen.
  • Das erste Mal in der Geschichte der USA haben Jungen eine im Durchschnitt schlechtere Schul- und Berufsausbildung als ihre Väter.

Fazit

das privilegierte geschlecht

Wenn Du meine Videos und meinen Blog verfolgst, dann war das nichts Neues für Dich. Aber frag mal Deine Freunde. Die meisten von ihnen werden die oben genannten Fakten nicht kennen. Denn die Gesellschaft interessiert sich nicht dafür. Man glaubt „Mann sein“ sei ein Privileg, anders kann es gar nicht sein. Das muss sich ändern! Und dafür setzte ich mich ein. Du auch? Teile bitte das Video, diesen Blogpost oder den Artikel aus „Die Freie Welt“ („Der feministische Mythos vom privilegierten Mann“).

Denn die Probleme der Männer müssen endlich in der Öffentlichkeit bekannt gemacht und ernst genommen werden.

Keiner ist dagegen, dass Frauen gefördert werden. Dass Frauen unterstützt werden in ihren persönlichen Herausforderungen. Aber es kann nicht mehr angehen, dass es einseitig stattfindet und dass alles, was Männerrechtler versuchen, von der Politik niedergenüppelt wird. Oder man wird in die rechte Ecke geschoben, nur weil man sich für Männerrechte einsetzt.

Dein Maximilian