Online Dating von Arne Hoffmann

Ein Artikel über Online Dating. Geschrieben von Arne Hoffmann, Maximilians Co-Autor der Werke “Der perfekte Eroberer” und “Das Gesetz der Eroberung”.

Ursprünglich wurde Pick-up für die Straße oder den Club entwickelt, und es gibt gute Gründe, weshalb es für diese Reviere besonders gut geeignet ist. Immer stärker bildet sich aber ein neuer Trend heraus, der ebenfalls seinen Reiz besitzt: der Pick-up im Internet, sei es in Singlebörsen, sei es in sozialen Netzwerken wie Facebook. Ergänzend zu den beiden Heyne-Ratgebern “Der perfekte Eroberer” und “Das Gesetz der Eroberung” von Maximilian und mir habe ich deshalb das E-Book “Frauen online erobern” herausgebracht.

Ich glaube, dass es gute Gründe dafür gibt, auch im Internet immer besser flirten zu lernen. Beispielsweise können schüchternere Männer dabei schrittweise lernen, ihre Hemmungen beim Ansprechen fremder Frauen zu überwinden. Wenigstens braucht man sich hier keine Gedanken darüber zu machen, dass man rot anlaufen oder zu stottern beginnen könnte, sobald man seinen Flirt beginnt. Ein gewisses Maß an Überwindung von Schüchternheit ist allerdings auch nötig, wenn man eine unbekannte Schöne zum Beispiel über Facebook anspricht, denn auch dabei besteht ja das Risiko, kühl zurückgewiesen zu werden, was vielleicht am eigenen Selbstwertgefühl kratzt. Aber es ist viel leichter zu bewältigen: Man steht nicht vor anderen wie ein begossener Pudel da, der jetzt unbedingt etwas halbwegs Geistreiches erwidern sollte, und man kann sich für seine Erwiderung auf diese Abfuhr mehr Zeit nehmen.

Denselben Vorteil genießt übrigens auch die angesprochene Dame. Viele Frauen reagieren auf einen unerwarteten Pick-up-Versuch auf der Straße ja nicht deshalb abweisend oder unwirsch, weil sie einen biestigen Charakter haben, sondern weil sie zum Beispiel mit ihren Gedanken völlig woanders waren, als sie dieser Wildfremde aus heiterem Himmel angesprochen hat – woraufhin sie reflexartig in Abwehr gegangen sind. Bei einem Online-Pick-up kann eine Frau sich mehr Zeit nehmen und deshalb lässiger reagieren.

Wer Online-Pick-up und Straßen- bzw. Club-Pick-up munter mischt, mal das eine und mal das andere wählt, wird auf diese Weise auf allen Terrains erfolgreicher. Dich hat eben noch eine Schnecke an der Bar abblitzen lassen, aber statt dass dich das herunterzieht und in längere Selbstzweifel stürzt, gehst du nach Hause, plauderst online mit einer anderen neuen Bekanntschaft und bist dadurch viel selbstbewusster, wenn du dein Glück das nächste Mal wieder im Nachtleben versuchst.

Denn eines ist klar: Während viele zur Anfangsphase des Internets noch glaubten, Online-Flirten wäre nur etwas für Sonderlinge und Nerds, die nie hinter ihrem Bildschirm hervorkämen, hat sich das im letzten Jahrzehnt entscheidend geändert. Seit immer mehr und mehr Frauen in diesen Gefilden unterwegs sind, ist dieser Bereich für die Partnersuche immer fruchtbarer geworden. Die vorliegenden Zahlen über deutsche und internationale Trends sprechen eine deutliche Sprache:

* 38 Prozent aller europäischen Singles nutzen das Internet inzwischen zur Partnersuche.

* Das Oxford Internet Institute veröffentlichte 2011 eine weltweite 10-Jahres-Studie: 29 Prozent aller zusammenlebenden Paare gaben an, sich im Internet kennen gelernt zu haben. Betrachtet man nur deutsche Paare, die nach 2005 zusammenzogen, dann waren es sogar über 35 Prozent.

* Dem führenden Meinungsforschungsinstitut TNS/Emnid zufolge ist das Internet hierzulande nach Arbeitsplatz und Freundeskreis schon 2003 auf den dritten Platz der wichtigsten Gelegenheiten zum Kennenlernen vorgerückt.

* Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) ermittelte im März 2010, dass bisher insgesamt rund 9 Millionen Deutsche im Internet einen Partner gefunden haben.

Aber selbstverständlich kann man auch online vieles falsch und vieles richtig machen. Während, wie die oben erwähnten Statistiken zeigen, sich im Netz viele Partner finden, gibt es auch viele Männer, die darüber klagen, dass ihnen “nie eine zurückschreibt”. Andere Männer haben nur mäßigen Erfolg und können zwar mit einigen Frauen in Kontakt treten, aber von den wirklich heißen Fegern, auf die sie es eigentlich abgesehen haben, erhalten sie keine Reaktion.

Natürlich hat dieses Gefälle zum Teil damit zu tun, dass einige Männer schlicht mehr zu bieten haben als andere. Wenn ein Mann aussieht wie ein Filmstar, sehr fotogen ist und noch dazu über ein beträchtliches Einkommen verfügt, lässt er Frauenherzen weit eher schneller schlagen als ein hässlicher Gnom, der an einer Frittenbude arbeitet. Aber es wäre fatal, den eigenen Erfolg oder Misserfolg bei Frauen allein auf solche Unterschiede zurückzuführen. Die Pick-up-Bewegung und ihre Literatur haben immer wieder gezeigt, dass die richtige Vorgehensweise, um einer Frau näherzukommen, oft entscheidend ist. Wenn er sich richtig in Szene setzt und selbstsicher auftritt, kann auch ein Sozialhilfeempfänger oder ein Mann, der kein Schönling ist, bei Frauen erfolgreich sein. Dasselbe gilt auch beim Online-Dating. Auch hier kommt es darauf an, vor allem gute Techniken und Kniffe zu kennen – nur eben auf einer ganz anderen Ebene.

In meinem E-Book “Frauen online erobern” habe ich die meines Erachtens besten Ratschläge in diesem Bereich, auch auf der Grundlage eigener Erfahrungen, zusammengestellt. Ähnlich wie bei unseren im Heyne-Verlag erschienenen Ratgebern konnte ich dabei auf einem soliden Fundament an verblüffend viel Material aufbauen, das uns inzwischen sogar in der Form von Erkenntnissen wissenschaftlicher Forschung vorliegt. Hier haben Sozialpsychologen eine Fülle von Informationen zusammengetragen, die man problemlos für praktische Tipps verwenden kann.

Die Erkenntnisse einer Untersuchung der University of British Columbia, veröffentlicht im Fachmagazin Emotion, beispielsweise haben sich auch in der deutschen Pick-up-Szene schon längst herumgesprochen: Frauen werden von Fotos lächelnder Männer überraschenderweise weniger stark angezogen als von Männern mit ernstem Gesicht. Das offenkundig grundlose Lächeln insbesondere auf gestellten Porträtfotos wirkt auf viele Frauen offenbar leicht bedürftig oder manipulativ, jedenfalls unecht. Während Maximilian Pütz und ich dir im direkten Kontakt mit einer Frau immer raten würden, sie anzulächeln (denn dazu hast du ja einen Grund, wenn du sie siehst), scheint das Lächeln eines Mannes auf einem Foto seine Chancen eher zu verschlechtern.

Es gibt aber viele weitere Forschungserkenntnisse, die noch weniger gut bekannt sind, die du aber ganz konkret für deine Online-Flirts umsetzen kannst. Hier nur mal einige Beispiele:

* Schon mit welchem Pseudonym du online unterwegs bist, kann entscheidend sein. Im Jahr 2012 analysierte der Psychologe Jochen Gebauer von der Humboldt-Universität Berlin die Klickraten bei 47.000 Usern eines Online-Dating-Portals und gelangte zu dem Ergebnis, dass etwa die Seiten von Männern mit dem beliebten Vornamen Alexander mehr als doppelt so häufig angesteuert wurden wie diejenigen eines Kevin. Dieses Gefälle gibt es auch bei anderen Namen.

* Männer, die ihren Kontaktanzeigen Begriffe wie “Kultur” oder “Architektur” verwenden, können den statistischen Auswertungen einer Kontaktbörse zufolge ihre Chancen bei Frauen damit deutlich erhöhen.

* Eine weitere Studie ermittelte auf der Grundlage von 23.000 Besuchern einer großen Dating-Plattform, dass Männer, die von sich sagen, dass sie eher an einer lockeren statt an einer ernsthaften Beziehung Interesse haben, 42 Prozent weniger Zuschriften erhalten.

* Aufschlussreich sind überdies die Erkenntnisse einer britischen Untersuchung, die mit der Hilfe von 160 Studenten (80 Männer und 80 Frauen) ermittelte, welche Qualitäten bei einem Partner besonders geschätzt würden. Zu diesem Zweck wurde die Reaktion auf verschiedenartige Äußerungen erfragt. In die eine Kategorie fielen Sätze, die die Forscher als eher feminin einordneten: etwa “Ich bin ein warmherziger und freundlicher Mensch” und “Ich tue anderen Menschen gerne einen Gefallen”. Die andere Kategorie bildeten eher maskuline Äußerungen wie “Mir macht es Spaß, Spiele und Wettbewerbe zu gewinnen” und “Ich bin mir sicher, dass ich das meiste schaffe, was ich versuche”. Das Ergebnis: Die Männer glaubten, dass die feminin geprägten Äußerungen für Frauen anziehender wirkten, wenn ein Mann sie sagte. Die Frauen hingegen fühlten sich deutlich mehr von den maskulinen Botschaften angezogen und überhaupt nicht von den femininen.

* Eine Studie, die im Journal of Experimental Psychology veröffentlicht wurde, enthüllte, dass Frauen Fotos von Männern in roter Kleidung attraktiver, machtvoller und sexuell begehrenswerter finden. Während ein knallrotes Hemd zuviel des Guten sein mag und auch nicht jedem Mann steht – vor allem wenn seine Hautfarbe im Kontrast damit zu blass aussieht –, können zum Beispiel eine rote Krawatte oder ein dunkelrotes Shirt unter einem blauen Blazer höchst wirkungsvoll sein.

* In einer Studie über die für Facebook-Profile verwendeten Fotos zeigte sich, dass Frauen Männer sehr viel ansprechender finden, wenn sie ein Musikinstrument in der Hand halten. Diese Erkenntnis spiegelt die einer weiteren Untersuchung über Pick-up im Alltag: Ein Mann erhielt von 31 Prozent der angeflirteten Frauen die Telefonnummer, wenn er einen Gitarrenkasten dabei hatte, aber nur von 14 Prozent, wenn er mit leeren Händen daherkam – und von lediglich neun Prozent, wenn er eine Sporttasche mit sich führte.

* Eine sprachwissenschaftliche Analyse von weit über 100.000 Erstkontakt-Mails ergab, das die Häufigkeit von Antworten auf diese Mails zunahm, wenn in ihnen weniger häufig das Wort “ich” erschien und dafür häufiger das Wort “du” sowie wenn weniger häufig Wörter im Zusammenhang mit Freizeitaktivitäten wie “Kino” enthalten waren, aber dafür häufiger Begriffe aus dem sozialen Wortfeld, also etwa “Beziehung” und “hilfreich”.

“Frauen online erobern” ist randvoll mit solchen und ähnlichen Tipps – nicht nur aus der wissenschaftlichen Forschung, sondern auch von erfahrenen Pick-up-Artists, die sich intensiv damit beschäftigt haben, wie man seinen Online-Flirt deutlich verbessern kann. Wenn du dich für dieses Thema interessierst, könnten das die am besten investierten drei Euro deines Lebens sein.

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