Tipps für einen erfolgreichen Smalltalk

Smalltalk Tipps: Frauen anprechen

Heute möchte ich über ein Thema schreiben, das insbesondere für Männer sehr wichtig zu sein scheint: Smalltalk. Denn viele Männer wissen nicht, wie sie ein Gespräch fortführen sollen, nachdem sie eine Frau angesprochen haben. Es stellt sich plötzlich eine Kommunikationsblockade ein, bei der es sich in erster Linie um Angst handelt. Aber woher kommt es, dass du kein Problem hast mit deinen Familienmitgliedern oder Freunden zu sprechen, dir aber bei einer Frau die Worte fehlen?

Smalltalk beginnen – so funktioniert es

Der Grund ist folgender: Die meiste Zeit lebst du in deinem persönlichen Umfeld, deiner sogenannten „Comfort Zone“. Deine Interaktionen beschränken sich auf deine Familie und deine Freunde. Was also tun, um aus dieser Lage raus zu kommen? Dagegen hilft nur eines und zwar: Üben! Am besten ist, du setzt dir erstmal ein zweiwöchiges Smartphone-, Tablet- und Zeitungsverbot fürs Bahnfahren. Wenn du also mit der Bahn fährst, hast du weder dein Smartphone in der Hand, noch eine Zeitung vor der Nase. Du fährst einfach nur mit der Bahn und guckst dir die Leute an. Irgendwann wird dir langweilig werden – und dann beginnst du automatisch ein Gespräch mit jemandem. Ich würde dir allerdings keine Themen wie Immanuel Kant, Nietzsche oder das weltpolitische Geschehen empfehlen, sondern einfach nur „Smalltalk“. Denn hierbei geht es nicht um den Inhalt, sondern darum, eine Beziehungsgrundlage zu einem Menschen – in dem Fall zu deinem Gegenüber – herzustellen (Siehe Blog-Beitrag: Dein Gesprächsleitfaden für die ersten 5 Minuten).

Worüber spricht man beim ersten Smalltalk?

Worüber spricht man am besten in einem Smalltalk? Man redet über Pein, Pech und Pannen, über die Gesellschaft, Menschen allgemein, die Umgebung, Städte, Reisen, Psychologie. Wichtig ist, dass du die Unterhaltung am Laufen hältst und das funktioniert am besten, wenn du Interesse an deinem Gesprächspartner zeigst.

Du kannst hierbei vor allem offene Fragen stellen. Merke dir die W-Fragen:

  • Wo?
  • Wer?
  • Wie?
  • Weshalb?

Ich erläutere das hier mal anhand eines Beispiels: Mal angenommen, du hast in der Fußgängerzone eine Frau angesprochen. Was kannst du nun falsch machen? Wenn du sie fragst: „Du warst also gerade einkaufen?” wird sie einfach nur „Ja.” antworten und das Gespräch ist schon vorbei. Stattdessen kannst du sie fragen: „Sag mal, wie ist das eigentlich den ganzen Tag durch die Stadt zu laufen mit Tüten beladen und nach Klamotten zu suchen? Wir Männer machen das ja nicht so oft!” Dann beginnt sie zu erzählen: „Ach, meine Füße tun weh.” oder „Ja, es kann schon anstrengend sein, aber es macht auch irgendwie Spaß.“ etc. Somit hast du eine Menge neues Gesprächsmaterial.

Der beste Ort für einen Smalltalk

An der Kasse: Du kannst Smalltalk umsetzen, wenn du zum Beispiel in einer Schlange stehst: „Ist aber ein ganz schöner Betrieb hier.”
Am Bahnhof bei der Verspätung eines Zuges: “Jaja, die Bahn… gut, dass ich meinen Freunden mittlerweile immer sage, dass ich 20 Minuten später komme, damit die sich schon drauf einstellen können.”
Im Coffee-Shop: Vor dir steht eine sehr attraktive junge Frau und du sagst einfach zu ihr: „Ich wette, du trinkst einen Caramel Macchiato! Du siehst aus wie ein Caramel-Macchiato-Typ.”

Es geht hierbei um ganz banale Dinge. Alleine durch die Situation habt ihr schon etwas gemeinsam. Du kommst nicht so rüber wie ein schleimiger Typ, der versucht an sie ran zu kommen, sondern wie ein freundlicher sozialer Typ, der mit ihr ein unverbindliches Gespräch anfangen möchte. Und wenn es läuft, kannst du ganz einfach auf die Verführungsschiene wechseln.

Was wünschen sich Frauen beim Kennenlernen?

Unterschätze bitte nie die romantische Vorstellung einer Frau! Denn eine Frau stellt sich nicht vor, dass sie in die Disco geht, einen Typen kennenlernt, mit ihm nach Hause geht und ihn am nächsten Tag heiratet. Du brauchst dir z.B. nur Filme angucken: Dort treffen sich Leute im ganz normalen Leben wie durch eine magische Fügung, unterhalten sich, finden Übereinstimmung, verlieben sich und sind glücklich miteinander. Diese Zufälle gibt es natürlich sehr selten aber ohne, dass wir etwas dafür tun, wird es sie gar nicht geben: Wir müssen diese Zufälle herbeiführen und „wir“ bedeutet „Du“!

Ein Best-Practice-Smalltalk als Beispiel

Zum Abschluss möchte ich dir noch ein Gesprächsbeispiel darstellen, um dir zu zeigen, wie wenig es eigentlich auf den Inhalt ankommt und wie sehr auf die Beziehungsebene. So könnte ein Smalltalk mit einem hübschen Mädchen im Coffee-Shop aussehen:

Ich: „Ich wette, du trinkst einen Karamell-Macchiato! Du siehst aus, wie ein Karamell-Macchiato-Typ.”
Sie: „Falsch geraten! Ich trinke Chai-Latte.”
Ich: „Was ist heute bloß mit meinen telekinetischen Fähigkeiten? Ich glaube, es ist das Wetter. Bei Regen lassen die ziemlich stark nach.”
Sie lacht: „Ja, scheint so. Ich trinke nie Kaffee.”
Ich: „Aus politischer Überzeugung?”
Sie: „Ne, schmeckt mir einfach nicht. Und ist auch nicht so gut für den Magen.”
Ich: „Ja, da hast du Recht, aber ich bin einfach süchtig nach Kaffee. Ich meine, manche brauchen jeden Morgen eine Tasse zum Aufstehen. Aber ich brauche eine Tasse zum Einschlafen.”
Sie: „Na, das ist aber nicht so gut für deine Gesundheit.”
Ich: „Sicher nicht, aber es rührt mich, dass du dich so um mich sorgst. Warte, lass mich kurz diese Träne aus dem Auge wischen. Ja, verwundern dich meine Tränen? Auch starke Männer können weinen.”
Sie: „Nein, nein, ist schon okay. Wie heißt du eigentlich?”
Ich: „Oh, scheint, dass auch mein Benehmen unter dem schlechten Wetter leidet. Mein Name ist Maximilian.”
Sie: “Ich heiße Lisa.”
Ich: “Hey, Lisa, ich unterhalte mich unglaublich gern mit dir, aber wenn wir hier noch länger stehen, bekomme ich ganz starke Bandscheibenprobleme, lass uns doch da hinten hinsetzen, da können wir dann unser Gespräch weiterführen.”
Sie: “Ja, gerne!” oder “Ach ne, meine Freundin kommt gleich.”
Wenn es zu der 2. Antwort kommt: „Hey, kein Problem, dann lass uns das Gespräch an einem anderen Tag weiterführen. Gib mir einfach deine Telefonnummer und ich ruf dich an.”

Fazit

Worüber wurde gesprochen? Im Prinzip über nichts! Beim Smalltalk kommt es nicht auf den Inhalt an, sondern auf die Beziehungsebene. Und hier siehst du eine humorvolle Art mit einer Sache umzugehen. Das nennen wir Flirten. Die meisten Männer haben irgendwie keine Ahnung davon, aber jede Frau versteht es. Denn es ist was anderes, wenn ich sage: “Ja, was trinken Sie denn? – „Ach, Karamell-Macchiato. Ja super, trink ich auch manchmal. Okay, ah… ja, lass uns mal…”
Als humorvoller Typ ist eine lustige und lockere Art die beste Wahl. Du kannst auch verführerisch sein, interessiert oder bestimmend. Es gibt hunderte Arten der Kommunikation und du musst einfach die richtige für dich herausfinden. Eine, die für dich am besten funktioniert. Nur eines darfst du nicht sein und zwar langweilig! Unterscheide dich von der Masse. Sei anders! Also, probiere es aus: Geh raus und schreib mir dein Feedback unten in die Kommentare!

Dein Maximilian

Aus dem YouTube Video: Smalltalk