Manspreading – Muss das sein?

manspreading

Manspreading ist so ein feministisches Buzzword geworden wie „Sexismus“ und „Gender Pay Gap“. Es soll darauf hinweisen, wie unverschämt Männer sind, wenn sie in öffentlichen Verkehrsmitteln breitbeinig sitzen. Darum dachte sich Anna Dovgalyuk, ein russisches Model und Jurastudentin, Männern in der U-Bahn ein Shame Mark mit Bleiche zu verpassen. Siehe selbst in dem folgenden Video, wie absurd und blind dieser Aktivismus ist.

Was früher kein Thema war, haben die modernen Feministinnen nun zum großen gesellschaftlichen Problem gemacht: Manspreading.

Wenn Männer in öffentlichen Verkehrsmitteln breitbeinig sitzen – dann wöllten sie damit ihre patriarchale Vormachtstellung unter Beweis stellen, so denken Feministinnen. Das russische Model, und übrigens auch Jurastudentin, Anna Dovgalyuk, wollte nicht nur denken – sie entschied sich, zu handeln. Wenn sie Männer sieht, die breitbeinig in der U-Bahn sitzen, schüttet sie ihnen verwässerte Bleiche in den Schritt und verpasst ihnen somit ein „Shame Mark“ (Schandmal).

Ja, so weit ist es schon gekommen. Schau es Dir selbst an und lass mich in den Kommentaren wissen, was Du dazu denkst.

Feministin schüttet Männern wegen Manspreading Bleiche in den Schritt

Anna Dovgalyuk, ein russisches Model und Jurastudentin, ist offensichtlich dem blinden Aktivismus verfallen. Mit einem verwässerten Bleichmittel in einer Wasserflasche bewaffnet geht sie in der Sankt Petersburger U-Bahn von Wagen zu Wagen und schüttet die Bleiche allen Männern über den Schritt, die ihre Beine weiter als schulterbreit stehen haben.

In ihrem verrückten Kopf spielt es keine Rolle, dass neben den Männern noch eine menge Plätze frei sind, die Männer also niemanden räumlich einschränken. Es spielt auch keine Rolle, dass einige dieser Männer schlafen. Und insbesondere interessiert es die Frau nicht, dass sie den Männern damit die Hose zerstört. Zudem reagieren manche Menschen allergisch auf Bleichmittel.

Aber das kennen wir ja schon. Wenn Männern Gewalt von Frauen angetan wird, oder Sachbeschädigung, dann ist das nicht schlimm – es soll sogar lustig sein.

Empfohlener Artikel: Gender Empathy Gap – Kein Mitgefühl für Männer

Und was sagt die Aktivistin zu ihren Gründen?

Sie sagt, Manspreading sei eine Art Gender-Aggression. Männer würden damit ihre Alpha-Männlichkeit demonstrieren. Darum kühlt sie alle ab, die sich durch Manspreading öffentlilch zur Schau stellen.

Jetzt weißt Du Bescheid. Falls Du gerne mit gespreizten Beinen sitzt, bist Du „gender-aggressiv“ 🤔.

Manspreading in öffentlichen Verkehrsmitteln verboten

Jetzt könntest Du natürlich sagen „Maximilian, warum regst du dich so darüber auf? Lass die verrückten Feministinnen doch tun, was sie wollen. Ist doch egal“.

Leider ist es nicht egal. In den letzten Jahren wurden in immer mehr Städten Hinweisschilder in U-Bahnen und Bussen angebracht, die Männer daran erinnern sollen, ihre Beine eng beieinander zu halten: New York, Philadelphia, Seattle, Washington, Chicago, Los Angeles, San Francisco, Toronto und in Europa Istanbul und Madrid.

In manchen Städten sind es „nur“ Kampagnen, in anderen werden auch hohe Strafen an Manspreader verteilt.

manspreading subway

It’s a space issue? Der Grund für das Verbot soll also sein, dass Manspreading zu viel Platz einnimmt. Was die Verkehrsgesellschaften als eine logische Regel ausgibt, sehe ich als reinen Angriff auf Männer.

Denn wir wissen doch alle, dass Frauen wesentlich mehr Platz in öffentlichen Verkehrsmitteln einnehmen als Männer.

Selbstverständlich ist es in Ordnung, wenn eine Frau mit einem Kinderwagen im Bus Platz einnimmt. Aber was ist mit den Frauen, die nach dem Shoppen dutzende von Einkaufstüten dabei haben und sie alle auf die Nebensitze verteilen?

Das hat übrigens auch einen Namen: She-Bagging. Noch nie gehört? Da bist Du nicht allein. Das der Begriff so populär wird wie Manspreading, wird wohl nie passieren. Denn was Frauen machen, wird akzeptiert. Jedenfalls ist She-Bagging nicht auf den Verbotsschildern der U-Bahnen zu finden.

manspreading verbot

Warum manspreaden Männer eigentlich?

Ist es wirklich so, wie Feministinnen behaupten, dass Männer durch Manspreading ihre patriarchale Vormachtstellung unter Beweis stellen wollen? Ist es rein anerzogen? Ein solches Argument sagt auch die Feministin Alexandra Stanic in unserer Diskussionsrunde bei Puls4 „Pro und Contra“: Flirten erlaubt? – Maximilian Pütz zu Gast bei Puls4 “Pro und Contra”

Oder hat Manspreading vielleicht gar nichts mit Erziehung oder der Gesellschaft zu tun, und hat rein anatomische Gründe?

So erklärte zum Beispiel der Neuro- und Wirbelsäulenchirurg John Sutcliffe der Zeitung The Independent:

„Frauen haben in der Regel ein breiteres Becken und der Winkel des Schenkelhalses ist spitzer. Diese Faktoren könnten der Grund dafür sein, warum es für Männer unbequem ist, mit geschlossenen Beinen zu sitzen.“

Fragt man Männer, dann sagen die meisten, dass es unangenehm ist, wenn die Genitalien durch die Oberschenkel zusammengedrückt werden.

Aber wie so oft, spielt die Aussage eines Wissenschaftlers für Feministinnen keine Rolle, es sei denn, sie kommt aus dem Gender-Studies-Bereich. John Sutcliffe wurde jedenfalls stark kritisiert. Schließlich gäbe es ja Männer, die sogar ihre Beine überschlagen und dabei bequem sitzen.

Ja, gibt es. Aber nicht jeder Mann hat den gleichen Körperbau, genauso wie es auch Frauen gibt, die durch ihre breiten Oberschenkel breitbeiniger sitzen als andere.

Ich finde es auf jeden Fall sehr unangenehm, mit eingequetschten Eiern zu sitzen.

Wenn Frauen zwischen den Beinen etwas baumeln hätten

In meinem Video oben zeige ich einen Ausschnitt aus dem amerikanischen YouTube-Format „Louder with Crowder“, in dem Steven Crowder testet, was passiert, wenn man Frauen das Gefühl gibt, wie das ist, da unten etwas baumeln zu haben. Er sprach Frauen in öffentlichen Verkehrsmitteln an und fragte sie, ob sie bereit wären, sich ein Tiefschutz gefüllt mit ein paar weichen Hundebällen und Kabelbindern zu tragen.

Und siehe da, die Frauen begannen zu manspreaden und fanden es ziemlich unangenehm, die Beine geschlossen zu haben. Schau Dir das Video mal an, falls Du es noch nicht getan hast.

Manspreading – Muss das sein?

Also, noch einmal für alle Frauen, die es nicht verstehen. Wenn Männer mit gespreizter Beinhaltung sitzen, dann tun sie das, weil dies die bequemste Sitzposition für sie ist, und nicht aus irgendwelchen patriarchalen Gründen. Es kann nämlich ziemlich unangenehm sein, die männlichen Genitalien gequetscht oder an den Oberschenkel klebend zu haben.

Das soll keine Entschuldigung für die paar Männer sein, die tatsächlich ihre Beine so weit ausbreiten, dass die Sitznachbarn stark eingeengt werden. Wenn die Nebensitze besetzt sind, kann man natürlich seine Beine etwas zusammen nehmen. Aber selbst wenn die Beine etwas breiter stehen und über die Sitzbreite hinausragen, ist es für die meisten Passagiere kein Problem.

Genauso können auch Frauen ihre Tasche vom Nebensitz auf den Schoß nehmen, sobald jemand kommt und sich auf diesen Platz setzen will. Dazu brauchen wir keine Verbotsschilder, sondern einfach nur ein freundliches Miteinander.

Liebe Feministinnen, erfindet bitte keine Probleme, wo keine bestehen.

Nun interessiert mich wie immer natürlich auch Deine Meinung zu dem Thema. Manspreadest Du? Wenn ja, warum?

Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

Dein Maximilian