Gender Empathy Gap – Kein Mitgefühl für Männer

Gender Empathy Gap

Was ist der Gender Empathy Gap? Hier geht es darum, dass Männern gegenüber weniger Mitgefühl entgegengebracht wird als Frauen. Wird in einem Film einem Mann zwischen die Beine getreten, gilt es als lustig. Und wenn Frauen getreten werden? Gar nicht lustig. Noch lustiger ist es, wenn es die gute Frau ist, die den bösen Mann schlägt oder wenn sie etwas, das ihm gehört, kaputt macht.

Ein solches Szenario zeigt auch die Bundeswehr in ihrem aktuellen Werbespot für den Girls‘ Day. Schaue Dir im folgenden Video meinen Kommentar dazu an und lass mich wissen, was Du darüber denkst.

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https://youtu.be/8YAQNxgAidg

Gender Empathy Gap bei der Bundeswehr

In dem diesjährigen Werbespot der Bundeswehr im Rahmen des Girls‘ Day wird der Gender Gap deutlich gezeigt. Nein, es geht nicht um den Gender Pay Gap, also den Mythos der Lohndifferenz, es geht auch nicht um die ungleiche Verteilung der Arbeitszeiten oder den Unterschied der Berufswahl zwischen Männern und Frauen – Es geht um den Gender Empathy Gap. So verläuft der Werbeclip:

Ein Mann mit Bart, Sonnenbrille und Tattoo am Arm sitzt am Steuer. Aus dem Lautsprecher dröhnt Rockmusik. Auf einer großen, komplett leeren Parkfläche stellt er das Auto auf einem Frauenparkplatz ab. Er steigt aus und geht ohne abzuschließen. Daraufhin kommt ein Panzer der Bundeswehr angefahren, rollt über das Auto, zerdrückt es und bleibt darauf stehen. Aus dem Panzer kommt eine Frau in Bundeswehruniform gekleidet, nimmt das Barett vom Kopf, ihr Haar kommt zum Vorschein, sie stellt sich breitbeinig auf den Panzer, holt aus der Hosentasche einen Schlüssel heraus und schließt per Knopfdruck das Auto ab. Sie steigt vom Panzer ab und geht. Das Auto unter dem Panzer dampft.

Was hat das Video mit dem Gender Empathy Gap zu tun? Nun stelle Dir mal diesen Clip mit umgedrehten Geschlechterrollen vor: Der Mann fährt den Panzer und crasht das Auto einer Frau. Nicht mehr lustig, oder?

Wie lustig wäre eine Komödie, in der ein Mann einer Frau zwischen die Beine tritt?

Der Bundeswehr Werbeclip zum Girls’s Day zeigt es wieder:

Wenn Gegenstände von Männern zerstört werden oder wenn ihnen Gewalt widerfährt, dann ist das lustig.

Und natürlich ist es besonders lustig, wenn eine Frau etwas von einem Mann zerstört, oder wenn eine Frau einem Mann Gewalt antut. Dieses Phänomen hat auch einen Namen. Es ist der Gender Empathy Gap.

Warum finden wir es lustig, wenn eine Frau irgendeinem Mann in die Eier tritt oder ihm eine Ohrfeige verpasst? Jetzt denke Dir mal das gleiche umgekehrt. In einer Filmszene tritt ein Mann einer Frau zwischen die Beine. Das ist dann weniger lustig. Woher kommt das?

Der Gender Empathy Gap ist wissenschaftlich erwiesen. Sowohl Frauen als auch Männer empfinden viel weniger Mitgefühl gegenüber Männer als gegenüber Frauen. Wir Männer neigen dazu, Frauen beschützen zu wollen. Wenn Frauen Leid wiederfährt, sind wir total geschockt.

Ich kann Dir an dieser Stelle den Artikel von MANNdat „Männliche Opfer: verschwiegen, ignoriert, belächelt“ empfehlen, der dieses Thema sehr ausführlich beleuchtet.

Wie Gewalt an Frauen Empörung auslöst

Ein sehr extremes Beispiel für den Gender Empathy Gap ist das Ereignis, als die Terrororganisation Boko Haram 276 Mädchen entführt hat. Das führte zu einer enormen medialen Aufmerksamkeit in der westlichen Welt. Hillary Clinton, Michelle Obama und eine Menge Stars haben unter dem Hashtag #BringBackOurGirls mitgemacht. Als Boko Haram schon vorher etwa 700 Jungen abgeschlachtet hat, interessierte es niemanden.

Fazit

Warum ist es in Ordnung und sogar lustig, wenn Männern Schaden zugefügt wird? Warum macht man damit auch noch Werbung? Achja, Frauen sind besser als Männer. In Allem! Sie sind natürlich auch die besseren Soldaten. Und natürlich ist auch ihr Leben mehr wert. Da hat die MGTOW-Bewegung schon recht. In unserer Gesellschaft herrscht Gynozentrismus. Das heißt, dass unsere Gesellschaft Fraueninteressen um ein vielfaches mehr pflegt als Männerinteressen.

Der Gender Empathy Gap ist wirklich überall gegenwertig. Nimm mal Dein eigenes Leben unter die Lupe. Sicherlich hast auch Du diesen Gender Gap zu spüren bekommen. Teile mir unten in den Kommentaren Deine Erfahrung mit.

Dein Maximilian