Toxic Masculinity – Was ist toxische Männlichkeit wirklich?

Toxic Masculinity, Toxische Männlichkeit

Toxic Masculinity ist insbesondere seit der Me-Too-Debatte in aller Munde, also deutlicher gesagt, vor allem im Munde der Feministinnen. Doch was ist das eigentlich – die toxische Männlichkeit? Der Männerrechtler Paul Elam erklärt in seinem Video den Begriff Toxic Masculinity, wie er von Feministinnen dargelegt wird, und was daran missverständlich ist. Da ich das Thema für sehr wichtig halte, entschied ich mich, das Video in diesem Artikel für Euch zusammenzufassen.

Leider kursieren viele falsche Informationen darüber, was toxische Männlichkeit ist. Die meisten dieser Fehlinformationen kommen von Feministinnen. Das überrascht nicht. Es gehört schon zu ihrem Markenzeichen, über Dinge zu reden, von denen sie nichts verstehen. Ihre Sicht auf Toxic Masculinity ist da keine Ausnahme.

Toxic Masculinity Definition

Welche Quelle wählen Feministinnen, um sich zu informieren? Wikipedia natürlich. Schauen wir uns Wikipedias Definition von Toxic Masculinity an. Eine deutsche Version fehlt auf Wikipedia noch. Die englische Definition für Toxic Masculinity ist die folgende:

The concept of toxic masculinity is used in psychology to describe certain traditional male norms of behavior in the United States and Europe that are associated with harm to society and to men themselves. Such “toxic” masculine norms include the traits of dominance, devaluation of women, extreme self-reliance, and the suppression of emotions.

Übersetzt heißt das:

Das Konzept der toxischen Männlichkeit wird in der Psychologie verwendet, um bestimmte traditionelle männliche Verhaltensnormen in den Vereinigten Staaten und Europa zu beschreiben, die mit einem Schaden an der Gesellschaft und an Männern selbst einhergehen. Solche „toxischen“ männlichen Normen beinhalten Züge der Dominanz, Abwertung von Frauen, extremes Selbstvertrauen und die Unterdrückung von Emotionen.

Toxische Männlichkeit Definition unter der Lupe

Toxische Männlichkeit unter der Lupe

Betrachten wir diese Definition der Toxic Masculinity mal genauer. Der Anfang weist darauf hin, dass toxische Männlichkeit traditionelle männliche Normen beschreibt, also wie Männer in ihrem normalen Zustand sind. So weit, so gut. Doch sobald die Definition ins Detail geht, schlägt sie fehl.

Es heißt, toxische Männlichkeit beinhalte Züge der Dominanz, Abwertung von Frauen, extremes Selbstvertrauen und die Unterdrückung von Emotionen.

Schauen wir uns jeden dieser Charakteristiken der toxischen Männlichkeit im Einzelnen an:

1. Züge der Dominanz

Männer leben untereinander in Hierarchien. Das bedeutet, dass Männer nach ihrem Level der Macht und Autorität bewertet werden.

Das heißt also, Ja, alle Männer haben mehr oder weniger Elemente der Dominanz in sich. Unten in der Hierarchie sind die Männer, die keine Macht haben, auch nicht über ihr eigenes Leben.

Folgen wir dieser Logik der Feministinnen, muss man dieses Problem beseitigen, indem man das Schema der Hierarchie beendet – Das wird niemals passieren.

Oder Männer müssen so weit entmächtigt werden, dass sie weit unten in der Hierarchie stehen, bevorzugt mit Frauen an der Spitze.

2. Abwertung von Frauen

Das ist natürlich völliger Unsinn. Fast alle Männer schätzen Frauen sehr hoch und auf eine sehr extreme Art. Ein enorm wichtiger Grund, warum Männer so viel Energie in ihre Position auf der Hierarchieleiter stecken, ist damit verbunden, dass sie attraktiver für Frauen sind, je höher sie stehen.

Wenn man rational darüber nachdenkt, könnte man zu dem Entschluss kommen, dass es ohne die sexuelle Selektion gar keine Hierarchie und somit auch keine Dominanz gäbe.

3. Extremes Selbstvertrauen

Dies ist ein ganz kurioser Punkt. Schließlich ist es doch eine sehr positive Eigenschaft für die meisten normalen Menschen, ein hohes Selbstvertrauen zu haben.

In Bezug auf die sexuelle Selektion spielt ein hohes Selbstvertrauen im Übrigen eine sehr große Rolle.

„Zeig mir einen Mann ohne Selbstvertrauen, und ich zeige Dir einen Mann mit sehr wenigen, wenn überhaupt welchen, sexuellen Optionen“.

4. Unterdrückung von Emotionen

Und wieder haben wir einen angeblichen Zug der Toxic Masculinity, der Sinn zu machen scheint, aber nur bis wir wirklich darüber nachdenken.

Wahrhaftig werden Jungen mit einigen ziemlich kranken Regeln erzogen, meist von ihren Müttern. Schon sehr jung lernen sie „große Jungen weinen nicht!“.

Jungen wird sehr oft versagt, emotional zu sein. Zeigen sie zu viele Gefühle, werden sie oft ausgelacht und sogar von ihren Eltern bestraft.

Menschen üben unglaublichen Druck aus auf Jungen, ihre Emotionen zu zügeln. Und wenn diese Jungen aufwachsen und dabei Wände um sich herum bauen, werden sie als „toxische Männer“ abgestempelt.

Aber so anpassungsfähig wie Männer nun mal sind, haben sie einen emotionalen Scharfsinn für Kunst, Literatur, Dichtung, Musik und Psychologie entwickelt. In diesen Feldern, in denen Emotionen im Vordergrund stehen, überschatten Männer Frauen auf eine schon peinliche Art und Weise. Das hat nichts mit Dominanz zu tun, sondern einfach nur damit, in etwas besser zu sein.

Toxische Männlichkeit und die sexuelle Selektion

sexuelle selektion

Es scheint so, dass all die Punkte, die Feministinnen an der Männlichkeit als „toxisch“ empfinden, auch die Punkte sind, die das sexuelle Interesse der Frauen anregen.

Die meisten heterosexuellen Frauen fühlen sich angezogen von dem sozialen Status eines Mannes, von seinem extremen Selbstvertrauen und von seiner Stärke als „big boy“.

Auf den Punkt gebracht:

Eine Aussage, die so einfach ist, dass sogar eine Feministin sie verstehen kann.

„Je toxischer ein Mann ist, desto mehr Frauen fühlen sich zu ihm hingezogen.“

Männer, die nicht „toxisch“ sind, schlafen alleine.

Diese Aussage bezieht sich auf die Toxic Masculinity, wie sie von Feministinnen und auf Wikipedia beschrieben wird.

Denn zur Klarstellung: Toxische Männlichkeit existiert – die wahre Toxic Masculinity, auf die die Welt verzichten könnte. Doch davon ist in der oberen Definition keine Rede.

Statt einer ausführlichen Erklärung, was Toxic Masculinity nun wirklich ist, kommen nun ein paar Fragen an Dich. Beantworte die Fragen für Dich und siehe daran selbst, wie hoch der Grad Deiner toxischen Männlichkeit ist.

Wie toxisch ist Deine Männlichkeit?

  1. Hast Du jemals eine Freundschaft verraten oder ein Versprechen gebrochen, weil Du hinter einer Frau her warst?
  2. Wurdest Du jemals gewalttätig, wolltest Gewalt anwenden oder hast Gewalt befürwortet, um die Ehre einer Frau zu beschützen?
  3. Hast Du jemals Selbstjustiz durchgeführt? Wie Du weißt, wird insbesondere bei Anklagen sexueller Belästigung, Vergewaltigung und Anmachen zur Selbstjustiz gegriffen.
  4. Hast Du jemals eine über Deinen Verhältnissen hohe Summe an Geld ausgegeben, um einer Frau zu gefallen, oder um ihre Zuneigung zu halten?
  5. Kommst Du Frauen zur Hilfe, verteidigst Du sie vor Kritik, einfach weil sie Frauen sind?
  6. Gibst Du Frauen einen Pussy-Pass, indem Du es vermeidest, sie für unmoralisches oder illegales Verhalten zu kritisieren?
  7. Hast Du jemals einen Mann angegriffen oder verteufelt, um die Zustimmung von Frauen zu erhalten?

Wenn Du auch nur eine dieser Fragen mit „Ja“ beantworten kannst, bist Du toxisch maskulin.

Toxic Masculinity und der Gynozentrismus

Gynozentrismus

Egal, welche Definition von Toxic Masculinity Du nun wählst. Sie alle sind verbunden mit einem mächtigen Konzept: Dem Gynozentrismus in der menschlichen sexuellen Selektion.

Gynozentrismus bedeutet, dass die Interessen, Meinungen, Wünsche und Bedürfnisse von Frauen in den Vordergrund gestellt werden.

Um in dem Prozess der sexuellen Selektion zu bestehen, betreiben wir Gynozentrismus. Egal, ob wir es aus der Sicht der Feministinnen sehen oder der Männerrechtler – Jede Idee darüber, dass Männlichkeit toxisch ist, steht in direkter Verbindung mit dem Gynozentrismus und mit der sexuellen Selektion.

„Toxische Männlichkeit ist gynozentrische Männlichkeit“.

Jede Frau, die es zulässt, dass die Interessen, Gefühle, Sichtweisen und Bedürfnisse der Frauen vor die der Männer gestellt werden, befürwortet und unterstützt die Toxic Masculinity.

Männer sind nur so „toxisch männlich“ wie Frauen sie haben wollen, um mit ihnen Sex zu haben.

Eine interessante Schlussfolgerung, nicht wahr? Erzähl mir Deine Meinung dazu unten in den Kommentaren. Ich freue mich auf eine gute Diskussion. Und hier das Video von Paul Elam zum Thema Toxic Masculinity.

Dein Maximilian

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https://www.youtube.com/watch?v=yHWcNy9wIFc